Albrecht Treuheit

Der Niedergang der Hohenzollernveste »Cadolzburg«
am 17. April 1945

Zum Inhalt:

Die jahrzehntelangen Zweifel an den wahren Ursachen des verheerenden Brandes der »Cadolzburg« haben schon viele Interessierte beschäftigt. Auch ich, der ich mich im Zeitpunkt der Einnahme Cadolzburgs andernorts bei der Truppe befand, befasse mich schon sehr lange damit, dieses Geheimnis zu ergründen. Die nachfolgende „Studie“ erhebt durchaus keinen Anspruch, den Ursprung und den Ausbruch des Feuers nachzuweisen. Sie soll vielmehr nur dazu beitragen, etwas abzurücken von dem zum Teil aus Unwissenheit immer wieder vorgebrachtem „tatsächlichen“ Hergang. Dabei darf angeführt werden, daß meist festzustellen ist: Es wurde an diesem Tag viel erlebt, aber nur wenig gesehen. Augenzeugen sind schließlich auch die „Betrachter“ der Feuersbrunst, wie es aber dazu kam, wurde meistens im Schutzraum erlebt und gehört.
Cadolzburg, März/April 1995

Schon die Erwähnung der möglichen Ursachen, die zum Brand auf der Hohenzollernveste »Cadolzburg« führten, dem die vollständige Zerstörung der Anlage und der Verlust unersetzbarem Kulturgutes zum Opfer fiel, löst Widersprüche verschiedenster Art aus. Es werden dabei auch Emotionen freigesetzt, die man gar nicht erwartet. Deshalb ist es schon ein sehr heikles Unterfangen, Gedanken zu Papier zu bringen, die jahrelang die Cadolzburger Bevölkerung beschäftigen. Sie werden jedoch kaum dazu beitragen, die wirkliche Brandursache zu klären.

In den vielen Jahren der von mir betreuten „Baustellenbegehungen“ – ich habe in dieser Zeit mehr als 12.000 Besucher durch die Burg begleitet und das Bauwerk betreffende Erläuterungen aus Geschichte und Wiederaufbau gegeben – wurde immer wieder die Frage gestellt, wie es zu dem verheerenden Brand und der totalen Zerstörung kam. Da ich selbst kein Augenzeuge der Vorgänge war – ich war nach der Entlassung aus dem Lazarett anfangs April 1945 zu einer Kampfgruppe befohlen und bei den Rückzugsgefechten eingesetzt – konnte ich nur immer wieder auf die sich widersprechenden Aussagen möglicher Augenzeugen hinweisen.

Konkrete Berichte, die sich allerdings ebenfalls widersprechen, liegen von prominenten Cadolzburgern, genannt seien der 1. Bürgermeister Georg Hofmann und der 1. Pfarrer der evang.-luth. Kirchengemeinde Christoph Raab, schriftlich vor, auf die auch eingegangen wird. Viele Meinungen von Cadolzburgern, die das Geschehen am 17. April 1945 miterlebten und die Ereignisse beobachteten, lassen sich aber leider nicht zu einem Ergebnis bündeln. Dies beginnt schon mit den Anführungen über den zeitlichen Ablauf.

Mit der Angabe des Beginns der Beschießung durch die amerikanische Artillerie hat man sich meist auf 9.00 bis 10.00 Uhr festgelegt. Allerdings kann man sich schon nicht mehr einigen, wann die Geschütze das Feuer einstellten. Die Zeitangaben liegen zwischen 16.30 Uhr und 19.00 Uhr. Auch klaffen gewisse Gedächtnislücken über den Zeitpunkt des Abzugs deutscher Truppen und der Besetzung durch amerikanische Einheiten. Vom Abzug hört man Zeiten, die zwischen 14.30 Uhr und 18.00 Uhr liegen. Das Eindringen der Amerikaner wird von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr beobachtet; um 20.00 Uhr war der Ort besetzt. Jedenfalls werden nur gering differierende Zeitangaben nicht gegeben.

Die unterschiedlichsten Angaben erhält man auf die Frage nach der mutmaßlichen Brandursache. Angaben, die aus der Burg sich zurückziehenden deutschen Truppen, aber auch die in der Burg eingedrungenen amerikanischen Soldaten hätten den Brand gelegt, werden sehr bestimmt vorgebracht. Allerdings wird auch der Beschuß durch die amerikanische Artillerie verantwortlich gemacht.

Betrachten wir dir militärische Lage um den 17. April 1945 im Bereich Cadolzburg, wie sie schon Hans Werner Kress in den »Cadolzburger Heimatheften« 1990 geschildert hat und hören wir einen deutschen Militärhistoriker: [1]

„Am 16.4. traf die SS-Kampfgruppe Werner im Raum westl. Nürnberg ein. Zu diesem Zeitpunkt gehörten dazu das III./Pz.Gren.Rgt. 38, eine Aufklärungs-Komp., drei RAD-Kompanien und eine Kp. aufgesammelter Versprengter aller Waffengattungen. Gegen Mittag befahl das XIII. SS-AK, dem diese KG unterstand, den Aufbau einer Stellung von Raitersaich über Ammerndorf nach Cadolzburg. Gleichzeitig wurde Zuführung von Ersatz angekündigt. Stubaf. Werner zum AK versetzt und die Kampfgruppe der 352. VGD unterstellt. Der Kommandeur des III./38, Hstuf. Sachse, übernahm die Kampfgruppe. Der Gefechtsstand kam in das Wehrertüchtigungslager Buchschwabach(-Raitersaich). Die Insassen des Lagers wurden auf das III./38 und die Aufkl.-Komp. verteilt. In der Nacht marschierte eine Kp. nach Cadolzburg, das von Luftwaffenhelfern und einer schwachen Kampfgruppe der 352. VGD besetzt war. Hier wurde der Angriff der 42. US-ID erwartet, nachdem es dem Gegner gelungen war Langenzenn einzunehmen und US-Artillerie mit der Beschießung Cadolzburgs und Ammerndorfs begann. Ammerndorf war von schwachen Kräften der 352. VGD und SS-KG Dirnagel (einer Artillerie-Einheit) besetzt. Während die Aufkl.-Kp. ostw. Raitersaich am Bahndamm Stellung bezog, gruben sich Teile des III./38 westl. und ostw. davon ein, Feldwachen wurden bis auf die Höhen südl. des Biberttales vorgeschoben. Hier war Anschluß an Teile der Kampfgruppe von Hobe und der 352. VGD. Am Morgen des 17.4. griff der Gegner sowohl Cadolzburg als auch die Stellungen im Biberttal an. Während die Besatzung von Cadolzburg alle Angriffe des Gegners von ihrer beherrschenden Stellung aus abschlagen konnte, gelang der Einbruch im Biberttal zwischen Ammerndorf und Vinzencenbronn. Ammerndorf wurde kampflos geräumt, die Verteidiger zogen sich in Richtung Weinzierlein-Leichendorf zurück.“

Bürgermeister Georg Hofmann hat seine Wahrnehmungen in einer Niederschrift so dokumentiert: [2]

„Gegen 10 Uhr des 17. April 1945 fuhr eine größere Zahl von Fahrzeugen von Horbach kommend in das Dorf Roßendorf heraus und fuhren in Richtung Greimersdorf. Kurz vor dem Dorf schwenkten sie in einen Acker ein und nahmen Aufstellung, als ob es sich um eine Übung handeln würde. Als sie nach einiger Zeit das Feuer eröffneten, merkten wir in Cadolzburg, daß die Fahrzeuge lauter amerikanische Panzer waren. Die ersten Schüsse lagen ziemlich kurz im sog. Baufeld zwischen Bauhof und Greimersdorf. Ich nahm deshalb an, daß die Amerikaner Cadolzburg nicht ernsthaft beschießen, sondern nur zeigen wollten, daß sie in der Lage sind, uns mit ihren Granaten einzudecken.

Ich begab mich dann gen 11 Uhr in den Postgarten, denn dorthin war für diese Zeit der Volkssturm bestellt. Ich sagte meinen Volkssturmmännern, daß die Amerikaner mit unzähligen Panzern aufgefahren seien und mit der Beschießung Cadolzburgs begonnen hätten, und daß es keinen Wert habe, wenn wir mit unseren alten Büchsen vom Jahrgang 1888 (teils hatten wir auch französische Gewehre) auf diese Panzer schießen. Weiter sagte ich, es muß jetzt jeder selber wissen, was er zu tun habe; dann schickte ich die Leute heim.

Unterdessen hat sich ein Zug SS-Männer mit einem Sturmführer in der Burg eingenistet und von dort aus das Feuer auf die Panzer eröffnet. Auch von der Buchwaldung hörte man Maschinengewehrfeuer; dort hatte unterhalb der Waldschule Hauptmann Brettner mit seiner Einheit (Anm.: der 352. VGD. zugehörig) Stellung bezogen. Nach der Entlassung des Volkssturmes hatte ich mit Ortsgruppenleiter Bösenberg (Anm.: gleichzeitig 2. Bürgermeister) vereinbart, daß er in die Burg zum SS-Sturmführer gehen und diesen zum Einstellen der Schießerei und zum Abzug bewegen solle, während ich denselben Versuch bei Hauptmann Brettner machen wollte. Ich traf gegen 13 Uhr den Hauptmann vor seinem Gefechtsstand hinter der Waldschule an. Er ging sofort auf mein Ersuchen, das Feuer einzustellen, ein und sagte, er hätte sich ohnedies schon mit dem Gedanken getragen, sich nach Ammerndorf abzusetzen; er werde sofort seine MG-Posten einziehen und abrücken. Ich habe auch noch gehört, wie der Hauptmann den Befehl zum Fertigmachen gab. Es mag dies gegen 13.30 Uhr gewesen sein,… .“

Pfarrer Christoph Raab hat, wie in der Kriegschronik niedergeschrieben, dies so erlebt: [3]

„Nachdem in der Zeit von Anfang April eine stärkere militärische Besatzung auf die Burg gelegt und größere Mengen von Munition teils auf der Burg, teils in Privatscheunen untergebracht worden waren, stand fest, daß Cadolzburg in die Verteidigungslinie einbezogen und verteidigt werden sollte. Wohl wurde die Abteilung, die in der Burg lag, am 14. April nach Nürnberg abkommandiert, dagegen wurde die Burg am 16. April durch eine, allerdings schwächere Abteilung der Waffen-SS besetzt, die, wie man hörte, den Befehl hatte, Cadolzburg bis zum Äußersten zu verteidigen, auf alle Fälle bis zum Abend des Angriffstages zu halten. Am Morgen des 17. April hielten die ersten feindlichen Panzer in Greimersdorf, 1 ½ km von Cadolzburg entfernt. Gegen 9 Uhr begann der Artilleriebeschuß auf die Burg und den Ort. Gegen Mittag begab sich der Bürgermeister zum kommandierenden Offizier auf die Burg und ersuchte ihn, da der Widerstand aussichtslos und zwecklos sei, die Verteidigung einzustellen und die weiße Flagge zu hissen. Das Ansuchen wurde barsch abgelehnt und dem Bürgermeister bedeutet, wenn er noch ein Wort sage, werde er niedergeschossen. Nach einer etwa einstündigen Pause, während der der Feind offenbar auf das Aufziehen der weißen Flagge wartete, setzte der Artilleriebeschuß erneut verstärkt ein und hielt bis gegen 19 Uhr an.“

Ein Cadolzburger Handwerksmeister, damals, im April 1945, 17 ½ Jahre alt, hat seine Erlebnisse geschildert, und gegen die Niederschrift keine Einwände erhoben: [4]

„Nach Ableistung des Reichsarbeitsdienstes wurde er zu einer Einheit in die Nähe von Rosenheim versetzt, die er bald wieder verließ, um sich beim AK XIII in Nürnberg, Fürther Straße, zu melden. Er wurde dem Major von Grafenstein als Ordonnanz zugewiesen und versah bei ihm Dienst in Nürnberg und Neunkirchen am Brand. In einer Bestätigung, die heute noch in seinem Besitz ist, unterzeichnet vom Major von Grafenstein und auch gesiegelt, ist dies niedergelegt. Der aus Deberndorf stammende und in Neunkirchen niedergelassene Metzgermeister Gundel, mit dem er engen Kontakt hatte, bewog ihn Mitte April 1945, seine Bestätigung zu nützen – er hatte noch eine weitere, die ihm überall bei deutschen Stellen freies Geleit zusicherte – und nach Cadolzburg abzuhauen. Die amerikanischen Truppen kamen von Norden her immer näher an Neunkirchen heran und sein Major hatte sich augenscheinlich schon nach Nürnberg abgesetzt. Das tat er dann auch am 16. April. Er schlug sich ohne Schwierigkeiten nach Cadolzburg durch.

Im Äußeren Burghof stand bei seiner Ankunft am 16. 4. ein Benzintankwagen der Luftwaffe vom Flugplatz Hornsegen. Ein Luftwaffen-Leutnant und eine Luftwaffenhelferin hielten sich in der Nähe des Tankfahrzeuges auf. Das Fahrzeug war aber am nächsten Tag verschwunden.

Dienstag, der 17. April 1945, war ein warmer Frühlingstag. Er wechselte seine Keilhose und die Skistiefel, die äußerlich Uniformstücken glichen, mit einer schwarzen ‚Pimpfenhose’. Gegen 10 Uhr beobachtete er den Vormarsch der Amerikaner von Langenzenn über Roßendorf, Gonnersdorf, Greimersdorf nach Cadolzburg. Er schätzte, und das hatte er am 16. Juni 1945 in seiner Notiz niedergeschrieben, etwa 80 schwere Panzer, 100 LKWs und PKWs und eine Kompanie Infanterie.

Um Cadolzburg waren nach seiner Schätzung etwa 200 Mann der deutschen Wehrmacht zur Verteidigung eingesetzt. Wer sie befehligte entzieht sich seiner Kenntnis. In der Burg jedoch war ein Leutnant mit ca. 15 Mann. Diese Gruppe war mit leichten MGs und Panzerfäusten ausgerüstet und leistete dem Amerikaner Gegenwehr.

Die Amerikaner wiederum, haben sofort mit Artillerie geantwortet. Um 12 Uhr mittags wurde der Beschuß eingestellt, jedoch um 14 Uhr, gerade so, als ob sie Mittagspause einlegten, wieder aufgenommen. Er selbst wurde während des Beschusses von der im Hause seiner Schwester in der heutigen Brandstätterstraße wohnenden Frau Popp gerufen, weil angeblich das Haus brenne, was aber nicht der Fall war. In der Straße beobachtete er die brennende Scheune im Anwesen Schrems (heute Treuheit) und noch einige Granateinschläge bei Schrems, Haffner und Nützel. Auch hatte er die vielen anderen Brände, die durch das Artilleriefeuer verursacht wurden, bemerkt.

Schon am 16. April, am Spätnachmittag, wollte eine deutsche Panzereinheit der Wehrmacht von Gonnersdorf kommend, durch Cadolzburg in Richtung Ammerndorf über Steinbach. Er hat für die Einheit ab dem Gabsteigers-Weiher den Weg durch Cadolzburg markiert. Schon beim ersten Panzer am Brusela wurde die Überbreite der Fahrzeuge festgestellt. Die Einheit mußte umkehren und wurde von ihm über die neue Rodelbahn in Richtung Steinbach geleitet, weil die Panzersperre am Gasthaus „Zur Post“ und die am Gasthaus „Reichsapfel“ bereits geschlossen waren.

Am 17. April gegen 18 Uhr hat die Gruppe aus der Burg, über den Marktplatz in Reihe (Gänsemarsch) ohne Eile marschierend, Cadolzburg verlassen. Er lehnte an der Hauswand des Buchner'schen Hauses und beobachtete den Abmarsch. Der Leutnant sagte zu ihm, er solle den Amerikanern einen schönen Gruß sagen und sie seien ‚Scheißkerle’. Außerdem sagte er ihm, daß eine Flakhelferin noch in der Burg sei. Unverzüglich hat er, trotz Beschuß, nach ihr Ausschau gehalten, sie aber im Bereich der Burg nicht entdecken können, wohl aber einen toten deutschen Soldaten im Inneren Burghof, der vermutlich von einem Sandsteinquader, der durch den Beschuß der Burg losgelöst wurde, erschlagen wurde. Für ihn ist sicher, daß dieser nicht durch Schuß- oder Splitterverletzungen sein Leben verlor. Der Soldat lag noch zwei Tage an der gleichen Stelle. Als er nach dieser Entdeckung die Burg verließ, sah er am Milchhaus die ersten amerikanischen Panzer anrollen. Ein scharfer Knall ließ ihn erschrocken sehen, wie eine Kuh, die wahrscheinlich auf eine von Deutschen gelegte Mine trat, buchstäblich in alle Stücke zerfetzt wurde.“

Die Familie Stöber-Bauhof, die das Geschehen am 17. April hautnah miterlebte, schildert das Eintreffen der amerikanischen Truppen so: (Zusammenfassung der Wahrnehmungen) [5]

„Die in die Burg eingezogene Besatzung beschoß mit einem MG in Richtung Greimersdorf die vorrückenden Amerikaner. Dies hatte zur Folge, daß die amerikanischen Panzer stoppten und sogleich die Artillerie aktiv wurde. Die erste Brandstätte war ein Strohstoß in der Wiese am Bauhof. Dieser Einschuß wurde beobachtet, weil Leuchtmunition verwendet wurde, ebenso auch der Beschuß des Ortes und der Burg mit Spreng- und Brandgranaten. Wahrgenommen wurde, daß nach 15 Uhr aus der Burg nicht mehr geschossen wurde und die deutschen Truppen sich vermutlich zurückzogen. Auch wurde bis gegen 13 Uhr vom Höhbuck aus Richtung Greimersdorf auf die in Stellung gegangenen amerikanischen Einheiten gefeuert. Die ersten amerikanischen Panzer trafen etwa um 16 Uhr, Cadolzburg weiterhin unter Beschuß nehmend, am Bauhof ein. Dort haben Granaten in der Scheune und im Wohnhaus eingeschlagen und im Haus Brände verursacht. Alle Fenster auf der Wohnhausnordseite waren zertrümmert, teilweise drangen MG-Salven der Panzer in die Räume ein. Verwüstet war die Gaststube. Während sie selbst im Wohnhaus Löschversuche unternahmen, wurde der Brand im Nachbaranwesen Müller wahrgenommen. Etwa um 17 Uhr wurde auch der Burgbrand erblickt. Die Meinung ist, daß der Brand schon vor 16 Uhr ausbrach, da gegen 17 Uhr die lichterloh brennenden Balken und das Fachwerk gesehen wurden. Deshalb herrscht die Meinung vor, daß das Dach bereits eingestürzt gewesen sei. Hans Herz, später auf dem Bauhof verheiratet, hat das Einrücken der Amerikaner von seinem Elternhaus im Kraftstein im Fernglas mitverfolgt. Er hat ebenso den Burgbrand erlebt und gesehen, wie die Dächer des Neuen und Alten Schlosses fast gleichzeitig hochgehoben wurden und das wäre um 18 Uhr gewesen.“

Sehr schwierig gestalteten sich in der Bevölkerung, vornehmlich bei Betroffenen, immer wieder die Befragungen nach Eindrücken und Erlebnissen während der Beschießung des Ortes durch die amerikanische Artillerie. Die meisten Einwohner haben sich nach dem Panzeralarm, der zeitlich wiederum unterschiedlich wahrgenommen wurde, in die Schutzräume begeben. Bevorzugt waren neben den eigenen häuslichen Luftschutzkellern, die Felsenkeller in der Burgstraße, in der Gastwirtschaft „Reichsapfel“, in den früheren Brauereikellern im Anwesen Buchner (Marktplatz), Schrems (ebenfalls Marktplatz) und Bauhof, der Beginn und das Ende der Beschießung wird ebenfalls zeitlich unterschiedlich angeführt. Auch sind die Ziele der Amerikaner nicht exakt erkannt worden. Wahrgenommen nach dem Verlassen der Schutzräume wurden die vielen Brände im Ort und natürlich später auch das Feuer auf der Burg, nach Angaben zwischen 17 Uhr und 19 Uhr.

Angeführt werden muß besonders, und das sollte nicht übersehen werden, daß die Menschen nach dem Verlassen der Keller, schon der vielen Brände und der Sorge um das eigene Hab und Gut wegen, mit sich selbst zu sehr beschäftigt waren. Dabei blieben später erfragte Einzelheiten nur seicht im Gedächtnis und das betrifft insbesondere auch den zeitlichen Ablauf.

Bei Valentin Fürstenhöfer meldete sich im Jahre 1957 ein Herr Markert aus Coburg, der angab, beim Kampf um Cadolzburg beteiligt gewesen zu sein, allerdings nicht in der Burg. Er wäre Soldat einer Wehrmachteinheit gewesen, die westlich Cadolzburgs im Wald lag. Von dort aus beobachtete er den Beschuß des Ortes und auch der Burg durch die Amerikaner. Schon vor der Einnahme des Ortes habe er aus der Burg aufsteigenden Rauch gesehen. Danach müßte ein durch Brandgranaten hervorgerufener Brand in der Burg erst eine Weile geschwelt haben, ehe er voll zum Ausbruch kam. [6]

Dazu Bürgermeister Hofmann: [7]

„Es mag dies gegen 13.30 Uhr gewesen sein (Anm.: als der Hauptmann Brettner den Befehl zum Fertigmachen gab) … und es ist daher kaum anzunehmen, daß diese Einheit bis 17 Uhr ihre Stellungen gehalten hat.“

Bürgermeister Hofmann weiter:

„Auf dem Rückweg von Brettners Gefechtsstand wollte ich in die Burg gehen, da von dort noch immer geschossen wurde. Im Äußeren Burghof stieß ich auf Ortsgruppenleiter Bösenberg, der mir sagte, daß er im Gegensatz zu mir überhaupt keinen Erfolg hatte, ganz im Gegenteil, der SS-Sturmführer habe ihn ganz barsch angefahren und gesagt, er habe den Befehl, als Nachhut seine abrückende Einheit zu decken und diesen Befehl führe er aus, er (der Ortsgruppenleiter) solle ja nicht verlangen, daß er seine Truppe im Stich ließe, denn sonst würde er zum Verräter an seinen Kameraden.

Während wir zwei nun berieten, was zu tun sei, sahen wir im Ortsteil Kraftstein schon Rauchwolken aufsteigen und es hieß, es brenne in unserem Sägewerk. Bösenberg sagte, er wolle nochmals einen Versuch machen, um den Sturmführer zum Einlenken zu bewegen. Ich lief aber so schnell ich konnte nach Hause. Als ich in unserem Sägewerk ankam, stand die Scheune meines Bruders mit Kuh- und Pferdestall in hellen Flammen. Die Kühe hingen noch an ihren Ketten und ich habe sofort versucht, diese zu lösen. Da in der Sägehalle auch verschiedene kleine Brände aufflammten, habe ich dort mit meiner Tochter Anita gelöscht. Nicht unerwähnt muß bleiben, daß die bei uns beschäftigt gewesenen Polen sich trotz stärkstem Artilleriefeuers an den Löscharbeiten beteiligt haben. Der Beschuß wurde immer stärker und dauerte bis ungefähr 16.30 Uhr. Ein Anwesen nach dem anderen im Kraftstein und Tal ging in Flammen auf.

Zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr rückten die Amerikaner, überwiegend farbige Soldaten, in Cadolzburg ein. Gegen 18 Uhr begab ich mich ins Rathaus, um nachzusehen, ob nichts passiert sei. Zwischen 18.30 Uhr und 19 Uhr rief ein benachbarter Bürger (Augustin sen.) zu mir herauf: „Schau hinüber ins Schloß, ich glaube, es brennt!“ Da sahen wir auch schon gewaltige Rauchwolken aus dem Dach des Neuen Schlosses steigen. Mit zwei Angestellten der Gemeinde rannten wir sofort zur Schloßbrücke, um nachzusehen und evtl. zu löschen oder zu retten. Dort aber standen farbige Soldaten, die uns den Eintritt verwehrten. Bald darauf quollen auch aus dem westlichen Teil mächtige Rauchwolken und in ganz kurzer Zeit stand die ganze Burg in Flammen.

Es ist demnach nicht anzunehmen, daß die Burg zwischen 15 Uhr und 17 Uhr in Brand geschossen wurde und ebensowenig, daß die SS-Männer die Burg in Brand gesteckt haben, denn diese hatten das Bauwerk und den Ort bereits um 16.30 Uhr verlassen. Es muß als sicher angenommen werden, daß die farbigen Soldaten den Brand gelegt haben, weil die Burg als Führerschule der HJ eine Ausbildungsstätte des Nationalsozialismus war. Auch rein zeitmäßig kann es gar nicht anders gewesen sein. Ebenso spricht der momentane Ausbruch des Feuers in beiden Flügeln dafür, daß es erst gegen 18.30 Uhr gelegt wurde. An ein Löschen war nicht mehr zu denken, denn es war jede Möglichkeit genommen, in die Burg zu gelangen, die farbigen Soldaten ließen keinen Deutschen mehr über die Brücke.“

Nun weiter in den Betrachtungen von Pfarrer Raab: [8]

„…setzte der Artilleriebeschuß verstärkt ein und hielt bis gegen 19 Uhr an. Um diese Zeit rollten die ersten Panzer in Cadolzburg ein, die SS-Abteilung auf der Burg verschwand im letzten Augenblick, ließ aber die Burg brennend hinter sich zurück. Ob der Brand der Burg durch Artilleriebeschuß entstand oder ob – wie hier allgemein angenommen wird – die SS selbst die Burg vor ihrem Abzug in Brand gesteckt hat, läßt sich nicht feststellen. Auf alle Fälle deutet die Tatsache, daß ganz plötzlich die Burg aufflammte und zwar ihrer ganzen Länge nach, darauf hin, daß der Brand durch Benzin oder ähnliche Mittel gründlich vorbereitet war. An den Ortseingängen im Tal waren in verschiedenen Häusern Maschinengewehre aufgestellt, die in kürzester Zeit durch die anrollenden Panzer erledigt waren. Dabei wurden die Häuser und Nachbargebäude in Brand geschossen. Gegen 20 Uhr war die Besetzung Cadolzburgs vollzogen. Die eingepfarrten Ortschaften wurden ohne Kampf übergeben und blieben im Großen und Ganzen verschont. Nur in Gonnersdorf wurden zwei Scheunen zerstört.

Der Schaden in Cadolzburg ist beträchtlich. Die Burg ist bis auf die Mauern zerstört und bis zum Keller ausgebrannt. An ein Löschen oder Bergen der dort untergebrachten wertvollen Gegenstände war bei dem Umfang und der Stärke des Brandes nicht zu denken. Außerdem brannten mindestens zwanzig Anwesen im Ort ganz oder teilweise nieder, abgesehen von zahlreichen Granateinschlägen, die nicht zündeten, aber noch erheblichen Schaden verursachten.“

Weiter nun mit den Beobachtungen, wie sie der Cadolzburger Handwerksmeister angab: [9]

„Die Panzer kamen über den Marktplatz. Er (der Zeuge) war, durch die Beobachtung am Vortage, neugierig, ob sie das Brusela passieren können. Dies gelang, eine Handbreite links und rechts war frei. Als der erste Panzer an der Kaiserlinde stand, kam auf der Hindenburgstraße, vom Gasthaus „Zur Post“ kommend, ein deutscher Soldat auf dem Krad, der, als er des Panzers ansichtig wurde, in die heutige Haffnersgartenstraße einbog und das Weite suchte. Der Panzer nahm die Verfolgung auf, bekam vom Balkon des Aussichtsturmes MG-Feuer und hat zwischen Haas und Kundinger, an Kundingers Scheune, den Balkon beschossen und auch getroffen. Die beiden deutschen Soldaten wurden tödlich verwundet und lagen unter dem beschädigten Balkon. (Anm.: es handelte sich um einen VB einer bei Ammerndorf operierenden deutschen Artillerie-Einheit)

Außer den drei deutschen Soldaten an den beiden genannten Stellen, sah er auch noch deutsche Gefallene im Bereich Steinbruch am Deberndorfer Weg, im Weiher-Bereich in der heutigen Ostlandstraße und am Eisenbahnübergang Egersdorf, und zwar je einen deutschen Soldaten….

Gegen 20 Uhr hatten die Amerikaner den ganzen Ort besetzt und erst um diese Zeit bemerkte auch er die lichterloh brennende Burg. Er schließt aufgrund des heftigen Artillerie-Beschusses eine Brandstiftung völlig aus, da die deutschen Soldaten, denen man es hätte zutrauen können, gegen 18 Uhr fast gemächlich, wie beobachtet, den Ort verlassen und dabei keine Eile gezeigt haben.“

Geben wir wieder Pfarrer Christoph Raab das Wort: [10]

„Die Kirche erhielt einige Treffer. Ein Volltreffer durchschlug das Schieferdach des Turmes und zerstörte die aus dem 14. Jahrhundert stammende Glocke (Anm.: die der Glockenbeschlagnahme 1942 entging), die Turmuhr und den Treppenaufgang zum Turm. Eine Granate ging quer durch das Kirchenschiff, zertrümmerte auf der einen Seite ein Fenster und durchschlug auf der anderen Seite die Steinwand. Die Fenster der Westseite sind zum größten Teil zerschlagen, an der Süd- und Ostseite sind geringere Fensterschäden. (Anm.: zwei Granateinschläge sind heute noch an der Nordfassade darüber hinaus sichtbar.)…

Das 2. Pfarrhaus erhielt zwei Granattreffer, die Dach und Wohnung stark beschädigten. In der Burg wurde die dem Staat gehörige und der evangelischen Gemeinde überlassene Schloßkapelle zerstört, ebenso die im Ortsmuseum untergebrachten kirchlichen Altertümer, vor allem der bekannte gotische Marienaltar. … Durch die Zerstörung der Burg verlor auch die katholische Gemeinde ihren dort eingebauten Betsaal. Es wurde ihr die evangelische Friedhofkapelle gastweise zur Verfügung gestellt.“

Im Bauhof war weiter zu erfahren: [11]

„10 Tage nach dem Einmarsch haben die Amerikaner zusammengetragene deutsche Munition im Innenhof der nunmehr zur Ruine gewordenen Burg vernichtet. Durch diese Sprengungen sind noch die Südfenster (im Bauhof) zu Bruch gegangen. Beim Einsammeln der Munition mußte auch Konrad Stöber mithelfen.“

Pfarrer Christoph Raab legt nieder und erwähnt dabei auch den vorigen Vorgang: [12]

„Das 1. Pfarrhaus erlitt starke Fenster- und geringe Dachschäden. Diese Schäden wurden, nachdem sie zum Teil schon behoben waren, erneuert und verstärkt, als am 27. April ohne vorherige Bekanntgabe die in der Burg noch lagernde Munition durch die Amerikaner gesprengt wurde.“

Ein Cadolzburger Bürger, zum Zeitpunkt des Geschehens knapp 15 ½ Jahre alt, gibt einen umfassenden Bericht über seine Wahrnehmungen: [13]

„Die Kampfhandlungen begannen am 17.4.45 etwa um 11 Uhr mit starkem Arilleriefeuer. Die Geschütze (eine Batterie) waren nordwestlich von Langenzenn (Steige) in Stellung. Den Standort der Geschütze konnte man am Mündungsfeuer erkennen. Ein Beobachtungsflieger kreiste nördlich von Cadolzburg über dem Farrnbachgrund und lenkte das Feuer. Die am vermutlich äußeren Verteidigungsring (Greimersdorf) befindlichen deutschen Soldaten zogen sich über den Farrnbachgrund in südöstlicher Richtung zurück. Ständig verfolgt vom Artilleriefeuer erreichten sie erschöpft den „Horneberspark“. An den dort befindlichen Weihern wurden einige Soldaten vom Granatfeuer getötet. Das Geschützfeuer verstärkte sich um die Mittagszeit und erfaßte vor allem den Nordteil von Cadolzburg. Die Einschläge konzentrierten sich nun auf den Horneberspark, die Kraftsteinstraße und den Höhbuck. Größere Gebäude- und Brandschäden waren nach diesem Beschuß aufgetreten. Während einer Feuerpause versuchten wir einige brennenden Gebäude zu löschen. Beim Anwesen Birk am Höhbuck bekämpften wir den Brand mit C-Schläuchen. Das Gewehr- und Geschützfeuer nahm während der Löscharbeiten ständig an Heftigkeit zu. Bei einem Blick von der Brandstelle am Höhbuck in Richtung Greimersdorf gewahrte ich die anrollenden amerikanischen Truppen. Ca. 30 Panzer mit Infanterie näherten sich auf der Greimersdorfer Straße dem Bauhof. Sie feuerten ständig mit ihren Kanonen und MGs in Richtung Burg. Mit vereinzelten Gewehrschüssen wurde von dort das Feuer erwidert. Die westliche Seite von Cadolzburg konnte ich von meinem Standort aus nicht einsehen. Anhand des Kampflärmes zu beurteilen, sind vom Buchwald aus die Amerikaner zugleich mit der nördlichen Angriffsgruppe zum Angriff übergegangen. Durch diese gefährliche Situation stellten wir die Löscharbeiten ein und rannten so schnell wie möglich nach Hause. Im Keller wartete ich das Ende des Kampfes ab.“

Er gibt noch weitere Angaben zu Papier:

„Die Verteidigung von Cadolzburg wurde westlich im Buchwald angelegt. In der Gegend der Rodelbahn und dem Neuen Weiher wurden Erdunterstände, Schützengräben und Schützenlöcher angelegt. In Höhe von Greimersdorf war etwa eine Kompanie Soldaten in Verteidigung. Vermutlich als äußerste Verteidigungslinie von Cadolzburg.“

Ein anderer, damals noch nicht vierzehnjähriger Zeuge gibt an: [14]

„Das Feuer in der Burg wurde meines Wissens nicht gelöscht. Als die Burg in Flammen stand, wollten mein Vater und seine Feuerwehr-„Jungen“ löschen. Das wurde aber von den Amerikanern verboten. Es war aber auch viel wichtiger, die brennenden Häuser und Scheunen der Cadolzburger zu löschen. Ein Löschen der Burg wäre während des Durcheinanders nicht möglich gewesen.“

Der gleiche Zeuge auf die Frage, wann er Amerikaner zuerst sah:

„Um ca. 17.15 Uhr vor unserem Haus (Anm.: heutige Haffnersgartenstraße) mit 2 Panzern. Von da aus schossen sie zweimal auf den Aussichtsturm.“

Ein angesehener Cadolzburg Bäckermeister (der Großvater des eben Zitierten) hat in seinem umfassenden Kriegstagebuch festgehalten: [15]

„Dienstag, 17. April 45 – schwerer Tag für Cadolzburg

Nach dem schon seit Wochen das Herannahen der Amerikaner gemeldet wurde, wurde am Dienstag, 17.4.45, früh 9 Uhr bekannt, daß Panzer bei Greimersdorf stehen. Wir verkauften noch Verteil. Waren (Anm.: Lebensmittel, die aus den Vorratslagern kamen und die einschlägigen Geschäfte an die Bevölkerung zu verteilen hatten), das wir nun einstellten und zumachten.

Die Kinder und Betty gingen in (den) Gemeinschafts-Luftschutz-Keller nachdem sie schon nachts dort waren. Mutter, ich und Grünb. Schorsch (Anm.: Georg Grünbaum, der ehemalige Wirt des Gasthauses „Grauer Wolf“) gingen in unseren Keiler, nachdem wir zuvor Betten, Kleider u. s. w. auch herunter brachten um (sie) gegen eventuellen Brand zu schützen.

Bald, gegen 10 Uhr früh, hörte man Artillerie- und Panzerbeschuß über Cadolzburg, das sich steigerte und auch kurze Pausen machte. Diese sollen von den Amerikanern eingelegt worden sein, um evtl. von Cad. weiße Fahnen zu hissen. Aber nichts geschah. Auf der Burg waren junge fanatische Soldaten, vielleicht Buben, die nicht einsahen, daß es zwecklos ist, gegen eine Übermacht zu kämpfen und haben weiter mit Masch. Gewehren und sonst. Waffen gegen die Panzer geschossen. Auch vom ob. Torturm (Brusela) haben Jungesse (Anm.: Dialektausdruck für Jugendliche) eine kurze Zeit geschossen. Jeder vernünftige Mensch sagte, daß dies Unsinn ist und nur dem Ort und der Bevölkerung schweren Schaden bringt. Ab und zu sah (ich mich) im Hause oben um, ob nichts eingeschlagen hat. Dann habe ich gesehen, daß es im Kraftstein brennt, doch unsere Umgebung noch glücklicherweise verschont blieb.

Um 5 Uhr nachmittags ließ das Artill. Schießen nach, es hatte gerade Grünb. Schorsch oben nachgesehen und kam mit Aufregung in den Keller und sagte, daß ein Panzer vom Markt her bei uns gehalten hat und schwarze Soldaten aussteigen. Gleich darauf wurde stark geklopft (wir hatten die Haustüre abgesperrt). Dann abermals, – nun ging ich vom Keller herauf, um zu öffnen. Im selben Augenblick, als ich auf der Treppe war, wurden zwei Schuß abgegeben, die, wie ich später feststellte, durchs Schloß der Haustüre gegeben wurden. Es waren aber schon einige (4 – 6) schwarze Amerikaner in Küche und Backstube, die den Laden im Cafe aufsprengten und durch Fenster, die offen waren, hereingekommen sind. Nun gingen einige im Laden vor, suchten denselben und die Stube ab, ich öffnete nun die Ladentüre, machte dieselbe ganz auf und gab den Amerikanern Likör, da gerade eine Fl. offen im Laden war. Als ich wieder in die Küche zurückging, sah ich, daß zwei Amerikaner von oben kamen und durchsuchten den Grünb. Schorsch an der Brust und schüttelten (ihn). Diese hatten ein Inf. Gewehr oben gefunden (das ich nicht wußte) und fragten, wem dies gehört. Ich kam nun dazu, nun fragten sie mich, ich bedeutete auch, nichts weiß davon. Nun ließen sie ab, nahmen das Gewehr mit und zerschlugen es auf der Straße. Da sie auch nach Wein fragten, brachte Gr. Sch. einige Flaschen und tranken im Laden. Brot, aufgestrichen für uns zum Abendessen, lehnten sie ab. –

Nun kamen weitere Panzer nach, standen an der Kaiserlinde und weiteren Straßen und durchsuchten die Häuser nach Waffen und Soldaten. Nun kamen die Leute aus dem Gem. Schutz-Kellern zurück in ihre Wohnungen. Auf einmal ging ein Aufschrei auf der Straße „die Burg brennt!“ Ich hatte nur kurzen Augenblick Zeit um zu sehen und sah mit Schrecken und Weh, daß dichte große Rauchwolken und Feuer aufstiegen. Den Brand sollen, wie versichert wird, diese Bubensoldaten gelegt haben, ehe sie feige davon liefen. –

Später kamen noch mehrmals Amerikaner, die nach Quartier umschauten (auch in den folgenden Tagen). Da ich aber Familie Dörfler und Dirschedel aufgenommen hatte, da deren Wohnungen gleich geräumt werden mußten, sahen dieselben, daß kein Platz mehr war. Es kamen auch noch verschiedene, auch in folgenden Tagen nach Eier, Schnaps, und gab etwas ab, sowie ich Vorrat hatte. Bezahlung bekam ich nicht. Es wurde noch manches mitgenommen, insbesondere drei große Stück Fleisch, das bei Flohr (Anm.: Tochter) zum Räuchern war. –

Nun wurde auch bekannt und hörten es mit Schrecken, daß im Ortsteil Kraftstein und Tal verschiedene Anwesen gebrannt haben. Wie sich nun herausstellte sind es cirka 23 Anwesen, Wohnhäuser und Scheunen, auch ca. 25 Stück Vieh, Kühe, sowie ein Zuchthengst im Bauhof. Zum Glück sind Menschen nicht zu beklagen, nur zwei Männer. Georg Langenfelder, ein gelernter Bäcker, der früher öfters bei uns an notwendigen Tagen ausgeholfen. Er war zu Besuch bei seinen Eltern und wurde ein Opfer. Sowie Hans Besenbeck, der ging auf die Straße, als die Soldaten flüchteten und die Amerikaner nachschossen, erhielt er einen Bauchschuß und starb nach 3 Tagen.“

Ein anderer Zeitzeuge, im Zeitpunkt des Geschehens kurz vor seinem 15. Geburtstag, legt seine Erinnerungen wie folgt nieder: [16]

„17.4.45 um die Mittagszeit wurden wir (3 – 4 Jugendliche) von Cadolzburger Hilfspolizisten in die Burg befohlen. Wir sollten als Melder für die m. E. schwachen Burgverteidiger (höchstens 15 – 20 Soldaten) eingesetzt werden. Während unseres Aufenthaltes in der Burg konnten wir vereinzeltes Gewehr- und MG-Feuer aus der Burg wahrnehmen. Andererseits noch geringes MG- und Granatfeuer aus dem Norden in Richtung auf Burg und Cadolzburg.

Unser erteilter Auftrag lautete: Wehrmachtsangehörige, längs der Straße Cadolzburg-Greimersdorf nach Cadolzburg zurückzuholen. Wir waren zu diesem Zeitpunkt im 2. Stockwerk des Neuen Schlosses. Nach Norden, also auf den Kampfraum, hatten wir keine Sicht. Da wir aber um die Gefährlichkeit unseres Auftrages wußten überlegten wir, wie wir dem entgehen können. Deshalb versuchten wir, unseren Befehlsgebern klar zu machen, daß wir nicht wüßten wo Greimersdorf liegt, ja Greimersdorf gar nicht kennen würden. Unsere beiden Auftraggeber zogen sich zur Beratung in einen Nebenraum zurück und wir nutzten diese einmalige Gelegenheit zur Flucht aus der Burg. Die Dauer unseres Aufenthaltes auf der Burg war etwa 1 ½ Stunden.

Nach meiner Rückkehr ins Elternhaus, wurde ich von meinem Vater und den Nachbarn „entuniformiert“ (Feuerwehruniform mit Hakenkreuzbinde) und in den Kartoffelkeller verbannt. Nach 2 Stunden durfte ich wieder ans Tageslicht. Zu diesem Zeitpunkt lag Cadolzburg unter schwerem Artilleriebeschuß. Der letzte Granateinschlag in unserer Straße lag auf Höhe des Gemeindehauses, weitere wieder südlich der Hindenburgstraße. Geleitet wurde das Feuer von einem Artillerieflieger, der sich ständig über Kraftstein bewegte.

Ein versprengter deutscher Infanteriesoldat, mit dem Gewehr im Anschlag, wurde von den „Alten“ aufgefordert zu verschwinden, was er ohne Widerspruch tat. Von unserem Standort aus waren Brände im Kraftstein sichtbar, konnten aber nicht exakt lokalisiert werden.

Die Besetzung durch die Amerikaner war dann am Spätnachmittag ohne jede Gegenwehr. Einige farbige Soldaten wurden jedoch schon ca. 1 Stunde vorher gesehen, sie zogen sich aber wieder ebenso unauffällig zurück. Zu diesem Zeitpunkt hängten wir weiße Tücher aus den Fenstern. Das während der Besetzung hörbare Gewehr- und Pistolenfeuer wurde von den GIs wie im Siegestaumel nach „Wildwestmanier“ in die Luft abgegeben. Ich wurde von einem farbigen US-Soldaten mit einer Kohlenschaufel ausgestattet und zur Beseitigung der Panzersperre, die zwischen Gasthaus „Zur Post“ und „Fritschenhaus“ lag, gebracht. Da erst hörten wir vom Burgbrand und dem Löschverbot durch die Amis. Ich war ja Feuerwehrmann. In der Nacht zum 18. 4. vernahmen wir ununterbrochen starkes Artilleriefeuer, das über Cadolzburg hinweg, Richtung Südosten zielte. Unter anderem evtl. vom Höhbuck aus (?). Wir durften die Häuser nicht verlassen, denn es herrschte totales Ausgehverbot bei Nacht. Die erheblichen Schäden im Kraftstein sah ich am anderen Morgen beim Wasserholen am alten Milchhausbrunnen (im Weiherbereich, heutige Brunnenstraße). Cadolzburg war zu diesem Zeitpunkt ohne Strom und Wasser.“

Den deutschen Militärhistoriker, der an den Kämpfen in unserem Raum teilnahm, lassen wir mit seinem zusammenfassenden Bericht über „den Kampfraum um Cadolzburg im April 1945“ nochmals zu Wort kommen: [17]

„Mitte April 1945 geriet Cadolzburg mit seiner Umgebung in den unmittelbaren Kriegsbereich. Von Norden und Nordwesten schob sich die Front langsam an den Landkreis Fürth heran. Federführend war hier auf deutscher Seite das XIII-SS-AK, das aus seinem bisherigen Kampfraum beiderseits des Neckars und der Jagst herausgezogen wurde und die Aufgabe hatte eine neue Frontlinie zwischen der Tauber und der Regnitz zu bilden. Für Cadolzburg ergab sich die Lage, daß es zum rechten Flügel des XIII-SS-AK gehörte, hier war der Befehlsbereich der 352. VGD unter Generalmajor Otto. E. Schmidt, verstärkt durch Kampfgruppen der 17. SS-Pz. Gren. Div. „Götz von Berlichingen“ und Alarmeinheiten des Wehrbereichs XIII.

General Weißenberger vom Wehrkreis XIII hatte eine Alarmeinheit aus der Garnison Fürth in Marsch gesetzt um in Cadolzburg Stellungen vorzubereiten. Gleichzeitig waren die um Cadolzburg stehenden Flakbatterien des Flakgürtels Großraum Nürnberg mobil gemacht worden. Diese Batterien waren teilweise mit Flakhelfern besetzt, deren Lager im Fürther Stadtwald lag. Nachdem es dem Gegner, der 42. US-ID (Anm.: „Regenbogendivision“), gelungen war, Langenzenn zu besetzen, fühlte dieser im Laufe 15.4. entlang der Reichsstraße 8 gegen Burgfarrnbach vor, wo es zu Kämpfen mit der zurückgehenden Kampfgruppe Dirnagel kam. Nach einem gegnerischen Schwenk drangen die Panzerspitzen mit aufgesessener Infanterie ins obere Farrnbachtal vor und besetzten im Laufe des 16.4. Keidenzell, Roßendorf und Seukendorf. Die deutschen Verteidiger hatten sich zu diesem Zeitpunkt unter hinhaltenden Widerstand auf die Linie Deberndorf-Cadolzburg-Wachendorf zurückgezogen und festgesetzt. Westlich dieser Linie hatte der Gegner nach heftigen Kämpfen bereits das Tal der Bibert erreicht, wo besonders die Kampfgruppe von Hobe den Vormarsch immer wieder stoppen konnte. Im Verlaufe des 16.4. begannen die US-Batterien aus Richtung Veitsbronn und Puschendorf Cadolzburg und Umgebung unter Artilleriefeuer zu belegen. Hierbei wurde hauptsächlich der Teil Cadolzburgs getroffen, der unterhalb der Burg gelegen war. Die Verteidiger Cadolzburgs wurden nun vom Kampfkommandanten einem Major der 352. VGD unterstellt, es handelte sich hierbei um zwei Kompanien des Heeres und eine Kompanie Waffen-SS des SS-PGR. 38. Dazu kam noch eine Kampfgruppe, gebildet aus Luftwaffenhelfern und den Resten der in der Burg Cadolzburg liegenden HJ-Volkssturm-Kp., die bereits bei Höchstadt an der Aisch im Feuer gestanden hatte. Die beiden Flakbatterien am West- und Ostrand Cadolzburgs erwiderten das Feuer auf feindliche Bereitstellungen, im Bahnhofsbereich ging eine sIG-Batterie in Stellung und griff von dort aus in die Kämpfe ein.

Im Verlauf des 16.4.45 war es dem Gegner gelungen, sich im Vorfeld des Ortes festzusetzen, der Ort selbst aber konnte gegen alle Angriffe aus dem Norden und Westen gehalten werden. Außerhalb der Burg brannte es bereits an einigen Stellen infolge des Artilleriebeschusses. Zunächst konnten die feindlichen Bereitstellungen rasch zerschlagen werden, wobei der Artilleriebeobachter auf dem Aussichtsturm gute Dienste leistete. Da weitere feindliche Vorstöße östlich Cadolzburgs gegen Wachendorf stattfanden, wurden die Luftwaffenhelfer und die Reste der HJ-Kampfgruppe herausgezogen und besetzten die Höhenrücken Wachendorf-Weiherhof-Bronnamberg. Auch im Rücken der Verteidiger wurde bereits schwer gekämpft, vor allem um Raitersaich. Die Kampfgruppe Dirnagel hatte die Bibertlinie räumen müssen, so daß Verbindung zur Division nur noch mittels Spähtrupps der 2./Pz.Aufkl.Abt. 17 möglich war. Die Flak mußte ihre Stellungen räumen und zog sich nach Pleikershof zurück. In Cadolzburg selbst blieb es in der Nacht (zum 17.4.) ruhig, aber polnische Fremdarbeiter begannen an mehreren Stellen zu plündern. Im Morgengrauen des 17.4. begannen US-Batterien mit einer konzentrischen Beschießung des Ortes, wobei das Burgviertel schwer betroffen war. In der Burg selbst befanden sich keine Verteidiger mehr, aber in den Gewölben war ein Truppenverbandplatz eingerichtet, betreut von einem Zivilarzt und mehreren zivilen Helferinnen.

Die Gebäude der Burg und Teile des Burgviertels gerieten durch den andauernden Artilleriebeschuß in Brand, da der Gegner auch Phosphorgranaten einsetzte. Feindliche Jagdbomber führten etliche Tiefangriffe durch, die ebenfalls Zerstörungen und Brände hervorriefen. Schließlich befahl der Kampfkommandant die Evakuierung des Verbandplatzes nachdem Löschversuche gescheitert waren. Feindliche Infanterie arbeitete sich im Laufe des 17.4. aus Richtung Greimersdorf und Gonnersdorf vor. Ein feindlicher Panzerangriff aus Richtung Schwadermühle scheiterte im Feuer einer Flakbatterie, während die Luftwaffenhelfer und die am Bahnhof stationierte sIG-Batterie einen Infanterieangriff von Egersdorf her abwehren konnten. Auch aus Westen auf dem Dillenbergrücken vordringende feindliche Infanterie konnte zunächst beim Waldhaus abgewiesen werden. Dafür gelang es feindlichen Kräften mit Panzerunterstützung am Nordrand Cadolzburgs Fuß zu fassen und in heftigen Straßenkämpfen beiderseits der Burg die Hauptstraße zu erreichen. Ein Gegenangriff der SS-Panzergrenadiere warf den Gegner aber wieder bis an den Ortsrand zurück. Vom Westen her drangen feindliche Spitzen im Tagesverlauf dann bis zu den ersten Häusern vor ehe ihnen Panzervernichtungstrupps Einhalt gebieten konnten. Vereinzelt sickerten feindliche Stoßtrupps aus westlicher, nördlicher und östlicher Richtung in den Ort ein und es kam hier zu teilweisen heftigen Gefechten. Die Verteidiger mußten in der Zwischenzeit plündernde polnische Fremdarbeiter einfangen. Da für eine Aburteilung nach dem Plünderungsgesetz keine Zeit bestand, wurden diese dann von der HJ bewacht nach Süden abtransportiert. Die anhaltenden Kämpfe zogen sich den ganzen Tag hin, bis in die Abendstunden, wobei es dem Gegner nicht gelang den Ort einzunehmen. Da am Abend feststand, daß US-Truppen östlich Cadolzburgs vorgedrungen waren und bereits in Fürth und Zirndorf einmarschiert waren und im Westen auch bereits das Biberttal überschritten hatten in Richtung Raitersaich und Heilsbronn, befahl der Kommandeur der 352. VGD, Generalmajor Schmidt, die Räumung Cadolzburgs um eine Einkesselung zu vermeiden. Zu diesem Zwecke zogen sich im Schutze der Dunkelheit die Verteidiger in die Kirschgärten hinter dem Aussichtsturm zurück um sich zu sammeln. Die Kompanien der 352. VGD nebst unterstellten HJ- und Luftwaffenhelfer-Kampfgruppen marschierten nunmehr über Bronnamberg nach Lind, die Kompanie SS-Pz.Gren. sicherte durch Störfeuer den Rückzug und zog sich dann ebenfalls durch den Wald ins Biberttal zurück und erreichte in Lind wieder eigene Stellungen. Feindberührung gab es nur in Wintersdorf, wo sie auf feindliche Panzerspitzen trafen. Hierbei wurden vier feindliche Panzer vernichtet. Anschließend wurde auch Lind geräumt und die deutschen Verteidiger gingen auf Anwanden und Weitersdorf zurück, unterstützt vom Feuer deutscher Batterien bei Großweismannsdorf.“

Soweit die zugänglichen und gesammelten Berichte zu diesem schrecklichen und zugleich denkwürdigen Tag. In der Niederschrift des Historikers ist von Straßenkämpfen und Jabo-Angriffen die Rede. Kein anderer Bericht spricht auch nur andeutungsweise davon. Wir betrachten dies daher sehr skeptisch.

In einem ergänzenden Bericht zu seiner „Kriegschronik“ erfahren wir von Pfarrer Christoph Raab noch diese Einzelheit: [18]

„Daß Cadolzburg bei der den ganzen Tag über dauernden Beschießung nicht größere Schäden erlitt, ist dem amerikanischen Offizier zu verdanken, der die Aktion gegen Cadolzburg leitete. Dieser war ein Sohn des Pfarrers Pöschl, der im Jahre 1920 vorübergehend in Cadolzburg als Pfarrverweser verwendet war und dann nach Amerika auswanderte. Er wollte Cadolzburg schonen und ließ meist über die Burg und den Ort hinausschießen. Dadurch erscheint es wahrscheinlicher, daß die Burg durch die deutsche Besatzung in Brand gesteckt wurde.“

Pfarrer Christoph Raabs Chronik wurde auch im „Cadolzburger Gemeindeblatt“ Nr. 8/9 im Jahre 1980 veröffentlicht. Auf den „Ergänzungsbericht“ eingehend schreibt Hans Moezer: [19]

„Der erwähnte Pfarrer Pöschl war vom November 1919 bis Mitte Juli 1920 als Verweser der ersten Pfarrstelle in Cadolzburg. Er wird in der Pfarrbeschreibung als jung und verheiratet bezeichnet. Er kam aus Galizien, aus der ehemaligen Donaumonarchie. Er wäre gerne hier als Pfarrer geblieben. Auch war ihm die Gemeinde sehr zugetan. Doch entschied der Landeskirchenrat anders. Valentin Fürstenhöfer – Konfimandenjahrgang 1920 – kann sich, wie er dem Unterzeichneten erzählte, noch gut an ihn erinnern. U. a. auch noch daran, daß der Hausrat der Familie Pöschl versteigert wurde, als sie von Cadolzburg nach Amerika auswanderte. Es war damals nicht möglich einen ganzen Haushalt, Möbel usw. in einem „Container“ verpackt, einfach mitzunehmen, wie das heute üblich ist. Es erhebt sich nun ganz von selbst die Frage, woher wußte man, daß der Befehlshaber der amerikanischen Einheit, die Cadolzburg „sturmreif“ schoß, ein Sohn Pfarrer Pöschls war?

Wurde seinerzeit jemand von ihm angesprochen? Wie kam man überhaupt zu dieser „Story“? Es wäre gut, wenn sich das klären ließe.“

(Anm.: Es ist nicht bekannt, daß in diese Angelegenheit Licht kam.)

In der Kriegs-Chronik Pfarrer Raabs werden auch die bedauerlichen Verluste an Menschen festgehalten: [20]

„Bei der Beschießung wurden zwei Gemeindeglieder getötet, sechs zum Teil schwer verwundet, von denen zwei ihren Verletzungen erlegen sind. Am 20. April wurden zwölf deutsche Soldaten, die bei den Kämpfen um Cadolzburg gefallen waren, auf unserem Friedhof in einem Massengrab beerdigt.

Alle Opfer hätten vermieden werden können, wenn rechtzeitig die Zwecklosigkeit einer Verteidigung hätte zugegeben werden wollen.…“

„Außer den im Bericht genannten zwölf deutschen Soldaten wurde noch ein 13. – unbekannter – Soldat, der unter dem Schutt der Burg gefunden wurde, in dem Massengrab beerdigt.“

(Anm: Das dürfte der Soldat sein, von dem der Cadolzburger Handwerksmeister sagt, daß er im Innenhof der Burg einen von Sandsteinquadern erschlagenen Soldaten sah, der auch noch zwei Tage später dort lag.)

Cadolzburger Bürger, die bei dem Beschuß sofort bzw. einige Tage später in der Waldschule, Zautendorfer Straße, die als Behelfskrankenhaus eingerichtet war, verschieden: [21]

Langenfelder, Georg geboren am 6.10.1911 gefallen am 17.4.45 - 17.30 Uhr durch Zertrümmerung der Schädeldecke
Besenbeck, Johann geboren am 24.4.1874 verwundet am 17.4.45 durch Bauchschuß verschied am 24.4.45
Bär, Anna Maria, geb. Leikaufgeboren am 15.9.1908 verwundet durch Granatsplitter in Wirbelsäule, verschied am 26.4.45
Dreizehn deutsche Soldaten fanden bei den sinnlosen Kampfhandlungen um Cadolzburg den Tod, sie wurden am 20. April 1945 in einem Kameradengrab auf dem Cadolzburger Friedhof bestattet: [22]
Herget, Rudolfgeboren am 26.1.1902 aus Thierbach / Karlsbad
Herr, Karlgeboren am 4.10.1904 aus Katzwang
Kopp, Michaelgeboren am 6.8.1901 aus Rabenstein / Niederbayern
Kreisel, Franzgeboren am 9.1.1902 aus Schmiedeberg / Karlsbad
Lödel, Karlgeboren am 14.6.1902 aus Lauscha / Thüringen
Nebge, Fritzgeboren am 18.11.1898 aus Niederwiera / Thüringen
Mohr, Georggeboren am 22.8.1906 aus Laubenheim / Hessen
Schmidt, Fritzgeboren am 13.10.1915 aus Ried / Innkreis
Wagenknecht, Karlgeboren am 14.9.1906 aus Mettmann / Rheinland
Wich, Fritzgeboren am 2.1.1905 aus Mengendorf / Oberfranken
Wiese, Alfredgeboren 21.1.1900 aus Berlin
Zech, Heinrichgeboren am 13.8.1904 aus Schwabach
ein unbekannter deutscher Soldat

Gebäudeschäden, die durch den Beschuß amerikanischer Artillerie und bei den Kämpfen in Cadolzburg entstanden (Erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit): [23]

Am Bauhof:
Müller, LeonhardWohnhaus, Scheune durch Brand vernichtet
Am Höhbuck:
Bartenbacher, JohannScheune und Stall durch Brand stark beschädigt
Birk, PaulScheune durch Brand zerstört, Wohnhaus beschädigt
Greul, KunigundaScheune und Stall durch Brand zerstört
Hacker, AntonWohnhaus durch Brand zerstört
Weißmann, GeorgScheune und Stall ausgebrannt
Bauhof:
Stöber, KonradWohnhausbrand gelöscht, Scheune durch Granaten beschädigt
Bauhofstraße:
Eder, GeorgWohnhaus, Scheune, Stall durch Brand stark beschädigt
Müller, FriedrichScheune durch Brand zerstört
Brandstätterstraße:
Haffner, GeorgWohnhaus durch Granattreffer beschädigt
Schrems, GeorgScheune durch Brand zerstört, Wohnhaus durch Treffer beschädigt
AussichtsturmBalkon durch Granattreffer beschädigt
Brunnenstraße:
Bauer, JohannWohnhaus, Scheune, Stall durch Beschuß zerstört
Scheumann, RosaWohnhaus, Scheune, Stall beschädigt, zum Teil zerstört
Burghof:
Hohenzollernburgdurch Brand total zerstört
PfarrhausDach und Fenster durch Granattreffer beschädigt
Burgstraße:
Evangel.-luth. PfarrkircheKirchenschiff, Glockenturm und Westfassade stark beschädigt
Gonnersdorfer Straße:
Gabsteier, PeterScheune durch Brand stark beschädigt
Greimersdorfer Straße:
Forstmeier, JohannWohnhaus durch Brand zerstört
Ketting, HelmutWohnhaus und Scheune durch Brand zerstört
Evang.-luth. PfarrhausFenster zerstört, Dach stark beschädigt
Hindenburgstraße:
Zehmeister, HansWohnhaus und Scheune starke Beschädigungen
Kraftsteinstraße:
Eckert, MartinWohnhaus durch Granattreffer beschädigt
Herz, JohannWohnhaus und Scheune durch Granattreffer beschädigt
Hofmann, JakobScheune und Stall durch Brand zerstört
Stöber, GeorgWohnhaus, Scheune, Stall durch Brand total zerstört
Obstverwertungsgenossenschaft Betriebsgebäude durch Brand zerstört
Roth, EliseStall durch Brand zerstört
Wägner, JakobWohnhaus ausgebrannt
Marktplatz:
Bär, GeorgWestgiebel und Dach durch Treffer stark beschädigt
Talstraße:
Eberlein, KäthaWohnhaus, Scheune und Stall durch Brand zerstört

Tatsachen, die von dem vielen Leid, den vergossenen Tränen, besonders aber von den bitteren Verlusten an Menschen, Vieh und Hab und Gut, die dieser Tag über Cadolzburg brachte, sind aufgenommen. Aber, und das soll klar herausgestellt werden: es geht bei weitem hier nicht darum, eine wissenschaftliche oder dokumentarische Arbeit abzuliefern. Vielmehr scheint geraten, in Schrift diesen Schicksalstag in Erinnerung zu halten und die Geschehnisse darzulegen.

Bei der Betrachtung der einzelnen Berichte fällt auf:

Der Vorgang, daß abrückende deutsche Soldaten Brand in der Burg gelegt haben, wurde sehr wahrscheinlich nicht gesehen. Die Mutmaßungen, die sich im Ort sehr verdichtet haben, gehen davon aus, daß es gar nicht anders gewesen sein kann. Die Burg brannte, als die deutschen Soldaten ihr Operationsgebiet verlassen hatten.

Wir hörten, daß tags zuvor ein Benzintankwagen im Äußeren Burghof stand. Ob der TKW gefüllt oder leer war, wurde nicht festgestellt. Auch hörten wir nicht, wenigstens wurde es nicht vorgebracht, daß dem Fahrzeug Benzin oder andere brennbare Flüssigkeiten entnommen wurden.

Andernorts, während des Rückzuges der deutschen Armee immer wieder festgestellte Beobachter sprechen davon: wenn Kraftstoff noch verfügbar war – auch in kleinsten Mengen ist er meist zur Flucht oder militärisch ausgedrückt, für die „planmäßigen Absetzbewegungen“, mit Motorfahrzeugen verwendet worden. Wir können also diesen Mutmaßungen nur mit Zweifeln begegnen.

Auch der anderen Variante, amerikanische Soldaten hätten den Brand nach der Einnahme Cadolzburg sofort gelegt, begegnen wir mit Skepsis. Wie sollten amerikanische Soldaten so schnell in die Spitzböden von Altem und Neuem Schloß vorgedrungen sein, um brennbare Substanzen einzubringen, die die beiden riesigen Dächer explosionsartig in die Luft jagen und den ungeheueren Brand hervorbringen ließ?

Könnte dem nicht entgegenstehen, daß die Einnahme eines intakten Bauwerkes solchen Ausmaßes und dieser strategischen Lage, wohl für das Hauptquartier eines höheren Stabes Unterkunft bieten und darüber hinaus auch entsprechende Quartiere, falls es nicht tatsächlich schon brannte?

Da auch diese evtl. Brandstiftung nicht gesehen, allenfalls ebenso vermutet wurde, sollte man auch sie vorsichtig genießen.

Wenden wir uns dem Beschuß durch Panzer (es war bei dem Angriff auf Cadolzburg nicht nur ein Teil der 42. US-ID, sondern auch eine Formation der 12. US-PD eingesetzt) und leichter und schwerer Artillerie zu.

Der beigeheftete Cadolzburger Ortsplan, zwar schon 1972 aufgelegt, aber durch Retuschen der örtlichen Situation des Jahres 1945 angepaßt, zeigt die vielen Brandherde und Schadobjekte und macht deutlich, daß zum Brechen des deutschen Widerstandes, die Amerikaner sich zwei Zielgebiete vorgenommen haben. Zum einen, hervorgerufen durch den zwar geringen Widerstand aus der Burg, die Burg selbst und ihr Vorfeld, einschl. der Markgrafenkirche.

Zum anderen, das Höhbuck-/Horneberspark-Gebiet mit den nördlich vorgelagerten Weiherbereichen. Man muß sich aus heutiger Sicht vorstellen, daß dort, wo heute Birkenplatz, Birkenstraße und andere, auch die nördliche Brunnenstraße ab Bauhofstraße verlaufen, ein Weihergebiet und noch weiter nördlich, an der heutigen Sudetenstraße Wiesen, Hecken und Ackerland waren. Auch dem Horneberspark nördlich vorgelagert, waren Weiher und Felder. Dieser Bereich war also einschließlich Höhbuck für die Verteidiger ein bevorzugtes Gefechtsfeld, das genügend Deckung bot.

Daß die Brände und Gebäudeschäden auf den amerikanischen Artillerie- und Panzerbeschuß zurückzuführen sind wird übereinstimmend bestätigt. Es wird nicht daran gezweifelt, daß die Schäden durch die Einwirkung des Granathagels entstanden. Wir erfuhren ja, daß selbst wenn wir die unterschiedlich vorgebrachten Uhrzeiten nur als ungefähre annehmen, daß immerhin 4 – 3 Stunden Granaten unterschiedlichsten Kalibers und unterschiedlicher Wirkung, auch Phosphorgeschosse niedergingen.

Seltsam berührt einem aber, daß bei allen privaten Brandherden und Gebäudeschäden die amerikanische Artillerie im Spiel war, jedoch beim Cadolzburger Hauptbrandobjekt, der Hohenzollernburg, massive Zweifel laut werden. Dabei scheint übersehen zu werden, daß

  1. vorrückende Truppen zuerst vornehmlich Widerstandsnester bekämpfen und
  2. die Cadolzburg als „Widerstandszentrum“, für die amerikanischen Einheiten, die, wie wir hörten, bei Greimersdorf in Bereitstellung fuhren, auf dem „Präsentierteller“ lag. Im direkten Beschuß konnten also Panzerkanonen und auf Gleiskettenfahrzeugen aufgebaute Feldhaubitzen ihre tödliche Fracht abschießen.

Eingedenk dieser Tatsachen ist die „Story“, ein Sohn Pfarrer Pöschls wollte Burg und Ort schonen, nicht sehr hoch zu bewerten. Übrigens, eine Bestätigung, daß der befehlende amerikanische Offizier mit Pfarrer Pöschls Sohn identisch sei, ist, soviel wir wissen, nicht bekannt geworden. Müßig, sich die „Schonung“ durch Überschießen vorzustellen, wenn diese Vielzahl von Schäden hinterblieb. Besondere Zweifel für diese Theorie ruft auch die Betrachtung des Zielgebietes „Markgrafenkirche“ hervor. Wie mitgeteilt, haben allein mindestens 4 – 5 Geschosse die Kirche und den Turm getroffen und große Wirkung erzielt; 2 Sprenggranateinschläge sind heute an der Nordfassade noch sichtbar. Eventuell, und das ist eine Vermutung nur um den Beschuß der Kirche zu rechtfertigen, haben die Amerikaner im Turm einen vorgeschobenen deutschen Artilleriebeobachter angenommen.

Berichter, gleichlautend Pfarrer Hiller-Langenzenn [25] und der Cadolzburger Bürger [26] wissen, daß die schwere Artillerie vom Hardhof oberhalb Langenzenns bzw. Langenzenner Steige (letztlich identisch) nach Cadolzburg schossen. Pfarrer Hiller fügt noch an: „Unaufhörlich rollten die Salven über Langenzenn hinweg, dessen Bevölkerung keinen Schlaf finden konnte.“ Sehr wahrscheinlich ein Artillerieflieger als Beobachter hat das Feuer, u. U. auch das der leichten Artillerie im Greimersdorfer Bereich, Richtung Burg und Cadolzburg, geleitet.

Überalt begegnen wir mehr oder minder großen Fragezeichen. Bei der Betrachtung der Ursachen, die zum Brand der „Cadolzburg“ führten, darf also, wenn die beiden Varianten der Brandstiftung angeführt werden, auch die amerikanische Artillerie und die Panzer-KWKs nicht außer acht gelassen werden.

Valentin Fürstenhöfer, selbst kein Augenzeuge, da er zu jener in den USA in Kriegsgefangenschaft sich befand, schreibt nach Erzählungen und Berichten, die ihm nach Rückkehr unterbreitet wurden: [27]

„Es war ein schauriges Schauspiel, das sich bei Sonnenuntergang des 17. April 45 den Cadolzburgern bot. Mit entsetzten Augen starrten die Bauern des Farrnbachgrundes nach dem gewaltigen Brand, der an allen Ecken zugleich aus dem Bauwerk schlug. Mit Riesengewalt wurden die Dächer emporgehoben, einen riesigen Funkenregen über die Umgebung ergießend, um dann unter furchtbarem Krachen und Getöse zusammenzusacken. Balkendecken stürzten krachend in die Tiefe und rissen Wände und Gewölbe mit. Reiche Beute fanden die Flammen an dem Holzwerk des Dachstuhls und der Fachwerkwände. Acht Tage lang brannte es in der Burg, bis die gierigen Feuerzungen nichts mehr vorfanden.“

Dazu ist zu bemerken: die beiden Dachstühle, sowohl der im Alten, als auch der im Neuen Schloß, waren wahre „Eichenwälder“. Die Pfetten, auch die Sparren und sonstigen eingebrachten Hölzer hatten umfangreiches Ausmaß. Die Konstruktion ist mit der heute eher sparsamen Zimmermannsarbeit nicht vergleichbar. Ich habe die Dachstühle als Junge gesehen und war, da ich ja auch die Konstruktion im elterlichen Hause kannte, mehr als beeindruckt. Auf den Eichenbalken lag zentimeterdick der sich aus Jahrzehnten angesammelte Staub. Die Annahme, daß sich dieser Staub auf die eingedrungenen Phosphorgranaten senkte, sie abdeckte und erst nach Zufuhr von Sauerstoff die Verpuffung eintrat, liegt sehr nahe. Teilweise verwendete die Truppe auch Munition mit verzögernden Zündern. Die Beobachtungen, daß sich beide Dächer gleichzeitig hoben und dann die Flammen austraten, kann von einer solchen „Staubexplosion“ herrühren. Diese Annahme ist für befragte Feuerwerker und Artilleristen die wahrscheinliche Ursache der Entstehung des Brandes.

Leider hatten wir für diese Abhandlung keinen Einblick in eventuell vorhandene Kriegstagebücher der 42. US-ID und 12. US-PD. Ob in solchen Berichten auch Einzelheiten, wie die Beschießung Cadolzburgs, niedergelegt sind, sollte ergründet werden.

Erklärung der im Text verwendeten militärischen Abkürzungen:

III./Pz.Gren.Rgt. 38  3. Bataillon des Panzergrenadier-Regiments 38
RAD-KompanienKompanien des Reichsarbeitsdienstes
Kp.Kompanie
XIII. SS-AKXIII. SS-Armee-Korps
KGKampfgruppe
AKArmee-Korps
352. VGD352. Volksgrenadier-Division
III./38wie oben
42. US-ID42. US (amerikanische) Infanterie-Division
MG-PostenMaschinengewehr-Posten
XIII. AKXIII. Armee-Korps (Heer)
HJHitler-Jugend
KradKraftrad
VBVorgeschobener Beobachter der Artillerie
sIGschweres Infanterie-Geschütz
KWKKampfwagenkanone
JaboJagdbomber

Quellen:

1Helmut Günther, Die Sturmflut und das Ende – mit dem Rücken zur Wand, Geschichte der 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz v. Berlichingen“, Seite 355 ff.
2Valentin Fürstenhöfer, Die Cadolzburg – Denkschrift – 1964, Seite 9 ff.
3Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – …, Seite 7/8.
4R. B., Erinnerungen und Wahrnehmungen.
5Fam. St./H., Erinnerungen (Tonbandmitschnitt 23.3.1985).
6Valentin Fürstenhöfer, Die Cadolzburg – Denkschrift – 1964, Seite 9.
7Valentin Fürstenhöfer, Die Cadolzburg – Denkschrift – 1964, Seite 9.
8Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – …, Seite 8/9.
9R. B., Erinnerungen und Wahrnehmungen.
10Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – ….
11Fam. St./H., Erinnerungen (Tonbandmitschnitt 23.3.1985).
12Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – ….
13H. W., Erinnerungen.
14W. F., Erinnerungen.
15H. G., Tagebuch 1943 – 1945.
16E. T., Erinnerungen.
17A. Z., Der Kampfraum um Cadolzburg im April 1945.
18Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – … Ergänzungsbericht.
19Hans Moezer, Kommentar zu diesem Ergänzungsbericht, Cadolzburger Gemeindeblatt Nr. 8/9 – 1980.
20Pfarrer Christoph Raab, Kriegschronik der Kirchengemeinde Cadolzburg 1939 – … Menschenverluste.
21Standesamt Cadolzburg, Sterbebuch 1945.
22Inschrift auf dem Grabstein des Kameradengrabes auf dem Cadolzburger Friedhof.
23Nach den Berichten H. G., Fam. St./H. und eigene Ermittlungen.
24Helmut Günther, Die Sturmflut und das Ende – mit dem Rücken zur Wand, Geschichte der 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz v. Berlichingen“, Seite 368.
25Pfarrer Hiller, Langenzenn, Seite 80.
26H. W., Erinnerungen.
27Valentin Fürstenhöfer, Die Cadolzburg – Denkschrift – 1964, Seite 8.