Georg Behringer

50 Jahre Kirche »Maria Königin« in Clarsbach (1959–2009)

Foto

Zur Vorgeschichte der Filialkirche »Maria Königin« in Clarsbach

Wie aus dem vorausgehenden Teil ersichtlich, hatte die Lagerkirche weitestgehend ihren Zweck erfüllt. So verwundert es nicht, dass der Gedanke einer eigenen Kirche in Clarsbach von den Heimatvertriebenen ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Eine wesentliche Triebfeder war dabei Jakob Konopik wie auch der katholische Geistliche Pfarrer Josef Zankl. Konkret wurde diese Idee umgesetzt mit dem Kauf eines Grundstücks am südöstlichen Ortsrand von Clarsbach von dem Landwirt Paul Jordan. Nachdem auch Eichstätt diesem Vorhaben zustimmte, wurde das Architekturbüro Leonhardt aus Nürnberg mit der Planung und der Kostenfrage beauftragt. Zur Finanzierung der Gesamtkosten stellte der Bonifatiusverein in Paderborn, der solche Projekte besonders förderte, 33 000 DM zur Verfügung. Zudem wurde vor Ort im August 1958 ein Kirchenbauverein gegründet, dessen Mitglieder sich verpflichteten, monatlich 5 DM zum Kirchenbau beizutragen. Unter damals schwersten Bedingungen (geringer Lohn, eigener Hausbau) konnten sie doch letztendlich 5000 DM zur Finanzierung beitragen. Dabei verdient der Einsatz von Jakob Konopik, Georg Uhl, Josef Pflug, Karl Sattmann und Maria Wauschek besondere Hervorhebung. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, erklärten sich Jakob Konopik, Alois Biegel, Josef Konopik, Georg Maurer, Josef Mach, Franz Perzi und zahlreiche weitere Helfer sogar bereit, die Bauarbeiten unentgeltlich zu übernehmen. In chronologischer Reihenfolge werden nun in diesem Teil die 50 Jahre Geschichte der Clarsbacher Filialkirche, mit Bildern unterlegt, dargestellt.

Der Spatenstich erfolgte am 24. Mai 1959

Bei einer kleinen Andacht nach Feierabend um ein geschmücktes Kreuz, vollzogen Pfarrer Zankl und Kaplan Eichenseer am Sonntag, den 24. Mai 1959 den 1. Spatenstich unter großer Beteiligung der katholischen Gläubigen. In seiner Ansprache hob Pfarrer Zankl nochmals die großen Bemühungen zur Genehmigung des Bauvorhabens hervor. Mit Eifer und großer Tatkraft konnte nun das Werk beginnen.

Foto   Foto
Pfarrer Josef Zankl und Kaplan Eichenseer beim 1. Spatenstich
Foto
Unterm Kreuz versammelten sich die Geistlichen und einige ihrer engsten Mitarbeiter

Die Grundsteinlegung fand am 26. Juli 1959 statt

In mühevoller Handarbeit von Männern, Frauen und Jugendlichen wurden der Aushub und die Fundamentierung für die Kirche mit Turm, Sakristei und Anbau geschaffen. Dazu mussten auch der Feierabend und viele Wochenenden aller Helfer herhalten, sonst wäre in so kurzer Zeit diese Aufgabe nicht zu bewerkstelligen gewesen. So konnte am Sonntag, dem 26. Juli 1959 der Landessekretär des Bonifatiuswerkes aus Regensburg, Monsignore Thiesen, die Feier der Grundsteinlegung mit Ehrengästen wie Hans Gietl von Christkönig, Bürgermeister Heinrich Behringer von der zuständigen Gemeinde Buchschwabach mit Gemeinderäten, Bauplaner und Architekt Dr. Leonhardt und wiederum vielen Gläubigen bei dem Gottesdienst im Freien die Segnung des Bauvorhabens vornehmen. Mit je 3 Hammerschlägen wurde die Grundsteinlegung von Pfarrer Zankl, Monsignore Thiesen, Bürgermeister Hch. Behringer, Architekt Dr. Leonhardt und Kirchenvorstand Hans Gietl besiegelt. Dem Grundstein wurde eine Kassette mit Urkunde, Geldmünzen und je eine aktuelle Tages- und Kirchenzeitung beigelegt. Eine Steinplatte in der Kirche erinnert an dieses Ereignis. Sie trägt die Inschrift „Fundatum 1959 – Benedicatum 1960“. Offensichtlich ging man nach dieser Angabe davon aus, dass die Vollendung der Kirche erst im Jahr 1960 erfolgen würde.

Foto Das Fundament wird aus-
geschachtet,
Polier Alois Biegel arbeitet nach Plan




Das Baustahl-
gewebe wird eingelegt
Foto
Foto   Foto
Fleißige Hände führen die Betonarbeiten aus
Foto
Monsignore Thiesen legt die Kassette in den Grundstein
Foto   Foto
Jakob Konopik übergibt die Kassette Josef Konopik mauert die Gedenktafel ein

Das Richtfest wurde am 9. Oktober 1959 gefeiert

Das Baugeschäft Hans Winkler aus Roßtal war für die Bauausführung des gesamten Projektes zuständig. Die Zusammenarbeit war unter anderem deshalb so erfreulich, weil nicht wenige Verantwortliche im Baugeschäft Winkler tätig waren. Für günstiges bzw. kostenloses Baumaterial war der agile Pfarrer Zankl stets aktiv unterwegs. So konnte er unter anderem die Backsteine und Ziegel von der Fa. Walter in Langenzenn zum Selbstkostenpreis und alle anderen Baumaterialien äußerst günstig beschaffen. Auch der damalige Kaplan Hans Eichenseer sammelte an seiner früheren Wirkungsstätte in Wiesenacker bei Neumarkt soviel Bauholz, sodass es für den gesamten Dachstuhl und als weitere Nutzung für Dielen, Bretter und Latten noch verwendet werden konnte. Die Anfahrt des zum Teil schon geschnittenen Bauholzes übernahm kostenlos das dortige Sägewerk und die Baufirma Hans Winkler. Viele Helfer aus Clarsbach, Raitersaich, Buchschwabach und Roßtal, darunter auch fast täglich Kaplan Eichenseer, erbrachten so bisher über 3500 Arbeitsstunden und konnten somit die vorgesehene Bausumme deutlich vermindern. Anzumerken ist, dass laut genehmigtem Bauplan mit kleinen Steinen (11er) als Sichtmauerwerk gemauert werden musste, das nachträglich noch zu verfugen war. Dies hat viel Mühe gekostet und war sehr zeitintensiv. Diese Art der Außenfassade hat sich nicht bewährt (Ausfrierungen) und sie wurde nach einigen Jahren, außer den Stützpfeilern, verputzt und mit einem Anstrich versehen. Ein weiterer Planfehler war, dass auf der Südseite der Kirche keine Fenster vorgesehen waren. Nachdem das Mauerwerk bis zur Dachhöhe hochgezogen war, merkte man, dass es viel zu dunkel im Innenraum des Kirchenbaus war.

Kurzerhand wurden unzulässig und ohne Erlaubnis 2 Fenster ausgebrochen. Der zuständige Bauleiter, Herr Müller aus Nürnberg, war momentan zwar sehr beleidigt, doch musste er später einsehen, dass diese Maßnahme richtig war. Die Inneneinrichtung und die Fenster für die Kirche und die Sakristei fertigte Franz Perzi in der gleichen Zeit unter Mithilfe von Josef Konopik sen. in mühevoller Arbeit in vielen Tages- und Nachtstunden in seiner Werkstatt für Gotteslohn. Die Fertigung des Dachstuhls für die Kirche mit Anbau war Aufgabe der Fachleute Josef Konopik sen., Georg Maurer sen. und Josef Mach mit Helfern. So entstand nun das Bauwerk auf Wunsch aller in sehr kurzer Zeit. Schon am 9. Oktober 1959 konnte nach nur 3-monatiger Bauzeit unter großer Beteiligung der Bevölkerung das Richtfest gefeiert werden.

„Hoch lebe der christliche Idealismus“ rief Pfarrer Josef Zankl den versammelten Gläubigen am Schluss seiner Festrede zu. Er zollte allen Bauarbeitern und Helfern Anerkennung für ihre unentgeltlich geleisteten Stunden beim bisherigen Bau. Etwa 70 Gemeindemitglieder gaben ihre Arbeitskraft für die Kirche. Viele ältere Männer und Frauen, aber auch Jugendliche haben beim Bau kräftig mitgeholfen. Bürgermeister Heinrich Behringer lobte in seiner kurzen Ansprache den großen Gemeinschaftsgeist aller Beteiligten. Der Kirchenchor von Christkönig aus Roßtal umrahmte die Feier des Richtfestes. Den von Pfarrer Zankl verfassten Richtspruch trug Josef Ernst aus Raitersaich aus luftiger Höhe vor. Nach Feierabend lud Pfarrer Zankl seine Gäste und alle Arbeiter und Helfer zum gemeinsamen Hebmahl in das Dorfgasthaus Schroll ein, um in friedlicher Gemeinsamkeit das große Fest bei Speis und Trank gebührend zu feiern.

 
Josef Konopik betätigt sich als Maurer Josef Kisling mit dem „Kramer“-Schlepper

Richtspruch am 9. Oktober 1959

Verfasser: Pfarrer Josef Zankl – Vorgetragen von Herrn Josef Ernst

Auf denn, Vorstand und Genossen, eilt zum frohen Fest heran.
Prüfet nun, was unverdrossen, Menschenkraft vollbringen kann.
Von dem Grundstein bis zur Spitze stehet da ein fester Bau;
Strebt bis zu der Wolken Spitze, leuchtet in des Himmels Blau.

Was der Zimmermann vollendet, was der Maurer leisten kann,
Was jedwede Kraft gespendet, sieht man gern und freundlich an.
Armen, schwachen Menschenkindern, soll die Kirche Zuflucht sein
Ihren Gram darin zu lindern, ihre Fehler zu bereu'n.

Dankt dem guten Vater alle, der euch gnädig schützt und hält,
Preiset ihn mit lautem Schalle; ihn, den Meister aller Welt.
Hell aus vollem Herzen töne unser Dank ihm fort und fort
Reiches Glück und Segen kröne, reinen, frommen Glaubens Hort!

Dankt den Helfern, die mit Liebe sich des Werkes nahmen an.
Die aus gutem, edlem Triebe, so viel Löbliches getan.
Und du christliche Gemeinde, stimm in meinen Spruch mit ein:
Wer sich zu dem Bau vereinte, soll heut hoch gepriesen sein.

Lasst den Idealismus leben, der so Herrliches vollbracht,
Eine Kirche wird erstehen, die aus Freiheit wird geschafft.
Einzigartig war dies werken, das bis jetzt geschehen ist;
Alle Welt soll es heut merken, dass der Glaube kraftvoll ist.

Nach der Müdigkeit des Alltags, nach des Tages Müh und Schweiß
Seid ihr noch hierher gekommen, um zu schaffen hart und heiß.
25 Mann am Samstag – war das eine Glaubenstat
Hoch der Idealismus lebe, der dies Werk geschaffen hat.

Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder sind herbei geeilt,
Alle wollten Hand anlegen – war das eine große Freud.
Dieses Werk habt ihr geschaffen, dieses Werk um Gottes Lohn;
Habet Dank, ihr lieben Helfer, Eure Freude ist der Lohn.

Gutes soll euch nur begegnen, Freude werde euch nur kund
Enkel mögen einst noch segnen diese heutige Feierstund.
Guter Wille leistet vieles und wo Glaube sich vereint
Freuet man sich jetzt des Zieles, das so weit und schwer erscheint.

Wer dem Gotteshaus sein Leben ohne Murren freudig weiht
Hält sich jedem guten Streben gern und willig auch bereit.
Drum: Ein Hoch den Helfern allen, die so Tüchtiges getan,
Mögen sie in Frieden wallen ihre Erdenpilgerbahn.

Hoch!    Hoch!     Hoch!

Foto
Josef Stepan und Josef Ebenhöh
Foto
Der Anbau wächst mit
Foto
Die Zimmerleute Georg Maurer und Josef Konopik …
Foto
… binden den Dachstuhl ab und legen die Mauerlatte
Foto
Josef Ernst beim Richtspruch –
im Hintergrund der Kirchenchor und Zuhörer
Im Vordergrund die Arbeitsmannschaft (siehe Bild unten)
Foto
Ein Teil der Helfer beim Richtfest
Von links: alle x = unbekannt.
Gg. Maurer, F. Lang, R. Kugel, Gg. Flor sen., E. Kaburek, J. Ebenhöh, Gg. Flor jun., H. Uhl, Hr. Erhart,
F. Sattmann, J. Konopik, K. Konopik, J. Stepan, M. Hammerschick, J. Hein, Gg. Kaburek, E. Langhans,
W. Jaroszinsky, J. Lang.
Foto
Frauen als Zuhörer beim Richtfest 1959
Von links: Gerda Kohl, Elisabeth Kaburek, Franziska Ernst, Theresia Lang,
Theresia Sattmann, Margarete Konopik, Irma Kaburek mit Kind,
Katharina Hammerschick, Maria Kohl, Gretel Konopik, Theresia Kugel.

Am 1. Dezember 1959 erhielt Pfarrer Zankl vom Bischof in Eichstätt eine neue Aufgabe in der Diözese zugewiesen. Die Fertigstellung der Kirche lief unter dem neuen Pfarrer Otto Rodenbücher reibungslos weiter, war doch die gesamte Mannschaft bereits hervorragend eingespielt. Pfarrer Rodenbücher war selbst ein Heimatvertriebener aus Ungarn und fand sich daher schnell unter den Helfern zu recht.

Am 20. Dezember 1959 erfolgte die Kirchenweihe

Nach dem Richtfest ging es zügig weiter. Im Innenraum wurde der Altar erstellt und der Fußboden durch die Fa. Franz Hackner preisgünstig verlegt. Im Turm wurde eine kleine Glocke, für jeden sichtbar, aufgehängt. Es war aber nicht irgendeine Glocke, sondern die vertraute Glocke aus der Lagerkirche. Am Sonntag, den 20. Dezember war es dann so weit. Das fast fertige Gotteshaus konnte seiner Bestimmung übergeben werden. In einem großen, feierlichen Festzug von der Gastwirtschaft Schroll zogen die Gläubigen durch die Ortschaft zur Kirche. Angeführt wurde dieser Zug von dem damals noch jungen Gesangverein »Eintracht« Raitersaich-Clarsbach mit seiner noch ganz neuen Vereinsfahne, der Musikkapelle Bimüller (alle waren Heimatvertriebene aus dem Gebiet der Donauschwaben), den Fahnenabordnungen der katholischen Jugendverbände und Nachbargemeinden und schließlich den Ehrengästen. Dies waren der Landrat des Landkreises Fürth, Hr. Heinrich Löffler, der 1.Bürgermeister der damaligen Gemeinde Buchschwabach, Hr. Heinrich Behringer, Mitglieder des Gemeinderates und Hr. Triesel von der Kirchenverwaltung mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderates von Christkönig in Roßtal. Weiter folgten die hauptverantwortlichen Fachleute und Helfer des Kirchenbaus, die vielen Ministranten, die Geistlichkeit mit Dompropst Dr. Ludwig Bruggaier aus Eichstätt, Pfarrer Josef Zankl, Pfarrer Otto Rodenbücher, Kaplan Hans Eichenseer, Diakon Franz Kerl und die vielen Gläubigen aus der ganzen Umgebung.

Dompropst Dr. Ludwig Bruggaier zelebrierte einen feierlichen Gottesdienst in der Kirche (alle standen, da noch keine Bänke vorhanden) mit Unterstützung des Gesangvereins »Eintracht« (Chorleiter Gg. Däumler) und einem älteren Harmonium aus der Lagerkirche. Anschließend vollzog er die feierliche Weihe der Kirche. Als Patronin für die Filialkirche wurde »Maria Königin« gewählt. Zwar war die Inneneinrichtung der Kirche noch nicht fertig (Kirchenbänke, Heizung und Elektroinstallation fehlten), doch konnte von nun an an jedem Sonntag Gottesdienst gehalten werden. Durch die vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Helfer und weitere Spenden konnten die oben genannten fehlenden Einrichtungen zügig durchgeführt werden.

Foto
Der Festzug durch den Ort mit Musik- und Fahnenbegleitung
Foto
Vorne Hans Winkler, Herr Triesel, Bürgermeister Behringer, Landrat Löffler mit Zylinder
Foto
Dompropst Dr. Ludwig Bruggaier vollzog die Weihe vor der Kirche
Foto   Foto
Die kleine Lagerglocke im Turm Auszug nach dem Gottesdienst

Am 30. Oktober 1960 erhielt die Kirche die neuen Glocken

Anfangs verrichtete die kleine, mit einem Strick gezogene Glocke durchaus ihren Dienst. Doch konnten dank großzügiger Spenden der Gläubigen zwei neue Glocken erworben werden. Im Auftrag von Pfarrer Otto Rodenbücher und der Pfarrgemeinde Roßtal wurden diese Glocken von der Fa. Schilling in Heidelberg gegossen. Die 1. Glocke von 90 kg mit der Stimmung „b“ erhielt das Bildnis Marias, die 2. Glocke von 150 kg mit der Stimmung „g“ wurde mit dem Bildnis des heiligen Bonifatius versehen. Die Weihe der Glocken erfolgte am Sonntag, den 30. Oktober 1960 durch Domkapitular Georg Zischek aus Eichstätt. Er war vor seiner Vertreibung Kanonikus in Leitmeritz in Böhmen und später Diözesanseelsorger für die Heimatvertriebenen in der Diözese Eichstätt. Diese beiden Glocken erhielten noch Schallkästen und läuteten nur mechanisch. Die kleinere Glocke mit dem Bildnis Marias wurde von nun an auch noch für einen besonderen Zweck verwendet, nämlich als sog. Totenglocke verabschiedet sie mit ihrem monotonen Läuten die Bürger aus Clarsbach und Raitersaich auf ihrem letzten Weg zum Friedhof in Roßtal. Das nun ausgediente Glöcklein der Lagerkirche verwendete Herr Josef Hein, indem er jahrelang in Raitersaich zur Mittags- und Abendstunde läutete. Diese Glocke ist aus unerklärlichen Gründen verschwunden.

Foto
 

Dem Kirchenbau folgen noch weitere Maßnahmen

Die Pfarrer und Kapläne mussten sich nun nach dem Kirchenbau in Clarsbach auch wieder mehr um ihre seelsorgerischen Aufgaben in der ganzen Pfarrgemeinde mit ihren vielfältigen Aufgaben widmen, ohne ihre Filialkirche aus den Augen zu verlieren.

In den folgenden Jahren wurde unter Pfarrer Rodenbücher die Außenfassade der Kirche verputzt und neu gestrichen, eine Hecke zur Einfriedung des gesamten Areals ringsum gepflanzt und die Wiesenfläche mit Bäumen versehen. Unter Pfarrer Spies wurde der Außenbereich vor der Kirche geteert und gepflastert. Nicht unwesentlich war hingegen die Umgestaltung des Altarraumes, indem man den Altar von der Wand wegrückte, denn jetzt konnte sich der Geistliche unmittelbar seiner Gemeinde zuwenden. Nun waren alle wesentlichen Arbeiten im Großen und Ganzen abgeschlossen. Freilich mussten nach Abschluss derselben alle Pflege- und Reparaturarbeiten weiterhin durch viele Freiwillige erfolgen.

»Maria Königin« feiert ihr 20-jähriges Jubiläum am 11. Oktober 1979

Zum kleinen Jubiläum der Filialkirche Clarsbach lud Pfarrer Josef Rackl am Samstag um 17.00 Uhr zu einem festlichen Gottesdienst ein. Im vollbesetzten Gotteshaus hielt er die Festpredigt, und der Kirchenchor von Christkönig (Leitung: Gerd Bürgermeister) aus Roßtal umrahmte musikalisch diese Jubiläumsfeier. Man gedachte noch einmal der Entstehungsgeschichte der Kirche und würdigte zugleich die großen finanziellen Opfer und den persönlichen Einsatz aller zu dieser Pioniertat vor 20 Jahren. Dabei wurde auch nicht vergessen, dass Franz Fassmann aus Roßtal seit der Gründung mit einem alten Harmonium und später einem neuen Instrument alle Gottesdienste in Clarsbach musikalisch begleitet hat (zwei Jahrzehnte ließ er noch folgen). Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt überraschte der Jugend-Musikzug Roßtal unter Leitung von „Schorsch“ Bauer die Gläubigen mit einem Volkslieder-Standkonzert vor der Kirche. Ein gemütliches Beisammensein vereinte am Abend in der Dorfgaststätte Schroll die Gemeinde.

25 Jahre »Maria Königin« am 2. September 1984

Das Fest zum 25-jährigen Jubiläum wurde am Sonntag, den 2. September unter dem damaligen Pfarrer Josef Rackl an einem total verregneten Tag gefeiert. Geplant und vorbereitet war, diesen Gottesdienst im Freien zu halten, die schlechte Witterung ließ dies aber nicht zu. Mit einem Festgottesdienst in der Kirche durch Pfarrer Hans Eichenseer aus Ingolstadt (vor 25 Jahren Kaplan in Roßtal) unter Beteiligung des Gesangvereins »Eintracht« Raitersaich-Clarsbach (Chorleiter Karl Zoll) und den ehemaligen Pfarrern Josef Zankl, Hans Spies, Veit Funk und Diakon Werner Klösel feierte man diesen Jubiläumstag. Anschließend folgte ein gemeinsamer Frühschoppen in der dafür schön hergerichteten Maschinenhalle von Heinrich Behringer jun. Bei einer kleinen Feier am Nachmittag mit dem Musikzug Roßtal und anschließender Unterhaltungsmusik mit dem Duo »Robert und Roland« fand man sich mit den ehemaligen Geistlichen zu einem geselligen Treffen zusammen. In seiner Ansprache dankte Pfarrer Josef Rackl den Männern und Frauen, die sich vor 25 Jahren um den Bau der Kirche verdient gemacht haben. Ebenfalls dankte er herzlich all jenen, die in den 25 Jahren Seelsorge- und Mesnerdienst getan haben und vielen Ungenannten, die immer bereit waren, alle anfallenden Arbeiten und Aufgaben durchzuführen. Den Dank für den langjährigen Mesner, zugleich Vorstand des Kirchenbauvereins und Organisator vieler Arbeiten um die Kirche, Herr Jakob Konopik, der im Krankenhaus lag, überbrachte eine Pfarrerabordnung. Für die Organisation und Durchführung dieses Jubiläums war Josef Konopik jun. mit Freunden beider Konfessionen zuständig. Auch nach diesem 25-jährigen Jubiläum fielen selbstverständlich immer wieder Pflege- und Instandsetzungsarbeiten an, die sich auch weiterhin fortsetzen werden. Eine ganz andere, neue Generation war nun mittlerweile am Werk. Die ehrenamtliche Helfergemeinschaft, zu der nun auch zahlreiche evangelische Mitchristen gehörten, war für größere, bevorstehende Aufgaben gerüstet. Ein so genannter „harter Kern“ hat sich immer wieder herausgeschält, wobei auch alle freiwilligen Helfer stets gern gesehen waren.

Foto Diakon Klösel,
Pfarrer Zankl,
Pfarrer Rackl

Am 18. Mai 1996 wurde eine neue Glocke geweiht

Die im Zuge der Kirchenrenovierung und des Baus des neuen Glockenturms geplante 3. Glocke wurde bei der Fa. Metz in Karlsruhe von Pfarrer Josef Zottmann in Auftrag gegeben. Er hat im Vorfeld des Turmbaus angekündigt, eine neue Glocke zu stiften. Diese wurde mit dem Bildnis des Hl. Joseph versehen und war ein Geschenk von Pfarrer Josef Zottmann an seine Clarsbacher Gläubigen. Sie sollte stimmlich passend zu den beiden vorhandenen Glocken mit der Stimmung „f“ gefertigt werden. Am Freitag, den 26. April 1996 war der feierliche Guss dieser Glocke bei der Fa. Metz in Karlsruhe. Pfarrer Zottmann warb um rege Teilnahme zu dieser einmaligen Gelegenheit, bei diesem historischen Zeremoniell dabei zu sein. Mit den Schwestern und einigen Interessenten aus Roßtal und leider nur 2 Clarsbachern (Georg Behringer, Erich Stradtner) war Pfarrer Zottmann losgefahren, um diesen großartigen Festakt des Glockengusses mit Gebet und Gesang mitzuerleben. Die Weihe der Glocke fand am Samstag, den 18. Mai um 18.00 Uhr durch Generalvikar Josef Limbacher aus Eichstätt statt. Unter den Gläubigen waren auch zahlreiche evangelische Mitbürger. Pfarrer Hardt von der Laurentius-Pfarrei nahm die Lesung vor und sprach seinen Segen für die neue Glocke. Er dankte Pfarrer Josef Zottmann, dass seit 1993 auch einmal im Monat evangelischer Gottesdienst in der Clarsbacher Kirche abgehalten werden kann. Eine Sammlung in Clarsbach bei den einheimischen evangelischen Christen zur Unterstützung für das gesamte Vorhaben des Turmbaus brachte eine Spende von 1500 DM ein. Der Posaunenchor von Laurentius umrahmte diesen Weihe-Gottesdienst und begleitete die Gemeinde bei ihren Liedern. Die 3 Glocken, aufgehängt an einem Tragegestell vor der Kirche, waren zum Weiheakt durch Generalvikar Limbacher und Pfarrer Zottmann festlich geschmückt von Elisabeth Behringer und Marie Konopik. Der Gesangverein »Eintracht«(Chorleiter Erwin Konopik) sang zu seinen zwei vorgetragenen Liedern zum Abschluss noch das für den Anlass passende Lied »Heimatglocken«.

Foto   Foto
Pfr. Zottmann, Generalvikar Limbacher, Pfr. Hardt Die neue Glocke

Kirchenrenovierung und Turmbau 1996

Unter der Leitung des Pfarrers Zottmann wurden im Vorfeld des Turmbaus die morschen Kirchenfenster (nach 37 Jahren) und die kleinen Fenster der Sakristei und des Anbaus durch Kunststofffenster ersetzt. Im Innern der Kirche wurde eine schöne Südtiroler Madonna und ein bronzener Kreuzweg angebracht. Auslöser für die Errichtung eines neuen Glockenturms war die Tatsache, dass durch die umgebende Bebauung der ursprüngliche Turm (Höhe 8 m) als zu niedrig erschien. Pfarrer Zottmann und der leider viel zu früh verstorbene Pfarrgemeinderat und 2. Bürgermeister des Marktes Roßtal, Josef Konopik, waren die Initiatoren zu diesem Kirchturmbau.

Das ganze Projekt war plötzlich nach dem Tod von Josef Konopik am 1. November 1994 in Frage gestellt. Nach einer notwendigen Versammlung mit Pfarrer Zottmann und gewillten Helfern aus Clarsbach und Raitersaich, wurde diese Aufgabe von Josef Konopik als Praktiker und Organisator nun gemeinsam von Josef Kaburek und Georg Behringer übernommen. Als oberster und erfahrener „Bauleiter“ fungierte natürlich Pfarrer Zottmann. Die Planung konnte durch den Architekten Herrn Bernd Filler vom »Fränkischen Überlandwerk« (durch J. Konopik noch organisiert) kostenlos in Angriff genommen werden. Ein Vorbau an die Kirche mit vorgelagertem Portal wurde in diese Planung mit einbezogen. Nach mehreren Gesprächen vor Ort und in Versammlungen wurde von den Verantwortlichen aus verschiedenen Vorschlägen ein gemeinsamer, machbarer Vorschlag gefunden. Nachdem auch monatlich die evangelischen Christen dieses Gotteshaus für ihre Gottesdienste benutzten, war es doch auch selbstverständlich, dass sie sich am Bau eines neuen Kirchturms, dem Vorbau und der Gesamtrenovierung der Kirche (neues Dach) beteiligen würden. Der alte, in den Kirchenbau integrierte Turm, musste abgetragen werden. Pfarrer Zottmann mit den Pfadfindern legte kräftig mit Hand an. Die Glocken wurden mit dem Autokran der Fa. Hans Gehring aus dem alten Turm genommen, die dann später wieder mit einer zusätzlichen neuen Glocke zurückkehrten.

Am 15. März 1996 wurde durch Kurt Ehrlich mit dem Bagger der Marktgemeinde Roßtal das neue Kirchturmfundament ausgeschachtet. Das Fundament, mit einer nach Plan bestimmten Betongüte, hatte eine Größe von 2,5 x 2,5 m und 1 m Tiefe. Dies war nötig, um die Schwingungen des neuen Turms mit seinen 3 Glocken von insgesamt 475 kg nach statischer Berechnung zu tragen. Eine Woche später begann man mit den Maurerarbeiten.

Der gesamte Turmbau wurde stufenweise in 4 Etappen mit Zwischendecken und Einstiegsluken hochgezogen. Den Dachstuhl des Turms fertigte Erwin Konopik zusammen mit Hans Gehring und Material von dessen Firma. Die Dacheinblechung des Turms und des Vorbaus erfolgte durch Alex Kriegelstein, der auch das alte Kreuz des alten Turms renovierte und wieder aufsetzte. Nach all diesen Vorbereitungen und Arbeiten konnten nun die geweihten Glocken an ihren neuen Bestimmungsort gebracht werden. Der Rohbau des Turms war nun fertig. Die Firma Metz konnte das Läutwerk, die elektronische Steuerung und die Intonation vornehmen. Die gesamte elektrische Installation richtete K. H. Bonk ein. Die Blitzableiteranlage stammt von der Fa. Alex Kriegelstein aus Roßtal. Die Fa. Walter Ammon aus Buchschwabach stellte einen Bauwagen, Schuttcontainer und einen Bagger zur Kabelverlegung bereit. Der Vorbau wurde im Zuge der Dachrenovierung in Angriff genommen. Die Eingangstür und die Fenster lieferte die Firma Thummerer aus Weinzierlein. Bei der Renovierung des Kirchendaches wurde das Gebälk teilweise ausgebessert und verstärkt. Mit neuen Dachziegeln (Frankfurter Pfannen) wurde die gesamte Dachfläche neu eingedeckt und alle Dachrinnen und Schläuche erneuert. Der gesamte Außenputz des Turms mit Anstrich wurde durch die Fa. Adel aus Großweismannsdorf, die auch die gesamte Bauleitung mit Roland Reichel innehatte, angebracht. Der Rohbau des Turms wurde rechtzeitig zur Glockenweihe am 18. Mai 1996 mit 1134 geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden abgeschlossen. Die gesamte Kirchenrenovierung mit dem Turmbau konnte rechtzeitig bis zum Termin der Weihe am 12. Oktober 1996 beendet werden. Es wurden insgesamt nachweislich 1989 freiwillige Arbeitsstunden erbracht, davon allein von den Brüdern Josef, Georg und Ernst Kaburek zusammen mit Georg Behringer 1200 Arbeitsstunden. Bei dem sehr hohen Gesamtbetrag aller Baukosten schlagen Fremdleistungen an Material und spezielle Lohnkosten für Turmbau, Glocke mit Installation, Glockenstuhl, Schallläden u. s. w. hoch zu Buche. Durch die überaus günstige Preisgestaltung aller am Bau beteiligten einheimischen Fachfirmen fielen fast nur Materialkosten und relativ wenig Lohnkosten an. Auch die großzügige Spende der Glocke durch Pfarrer Zottmann wirkte sich positiv auf die Minderung der Gesamtbaukosten aus.

So konnte zum Abschluss aller Arbeiten die vorgesehene feierliche Weihe durch Domkapitular Alois Brandl aus Eichstätt am Samstag, den 12. Oktober 1996 um 18.00 Uhr mit einem Festgottesdienst stattfinden. Der Gesangverein »Eintracht« Raitersaich-Clarsbach (Chorleiter Erwin Konopik) umrahmte die würdige Weihe- und Dankesfeier. Die Bürgermeister des Marktes Roßtal (Maximilian Gaul und Fritz Stahl) waren mit Mitgliedern des Marktrates zusammen mit Mitgliedern beider Kirchenverwaltungen erschienen. Mit einer Einladung an alle Helfer und Gäste ins Dorfgasthaus Schroll hat Pfarrer Zottmann allen zum Abschluss den Dank ausgesprochen.

Mit dem 1. Spatenstich beginnt der Turmbau
Von links: Pfr. Josef Zottmann, Josef Kaburek, Josef Ernst, Ernst Kaburek,
Kurt Ehrlich, Georg Maurer, Georg Kaburek.

Das 50-jährige Jubiläum der Kirchenweihe 2009

Wohl wurde am 18. Dezember 1999 ein weiterer Jahrestag begangen, nämlich das 40-jährige Kirchenjubiläum von »Maria Königin«. Doch ungleich bedeutsamer und wichtiger gestaltete sich das 50-jährige Jubiläum, das nun dargestellt wird und das am 2. August, sowie am 19. Dezember 2009 begangen werden soll. Rechtzeitig wurden der gesamte Turm und die Außenwände der Kirche gereinigt und mit neuer Farbe versehen. Später wurde ein neuer Innenanstrich von allen Räumen nötig. Der Fußboden in der Kirche wurde geschliffen und neu versiegelt. Im Jugendraum wurde der desolate Holzfußboden durch einen Laminatbelag ersetzt. Alles Weitere bedurfte natürlich umfangreicher Vorbereitungen im Hinblick auf Planung, Organisation und die praktische Durchführung der Jubiläumstage. Konkret wurden diese in einer Versammlung am 10. Februar 2009 im Gasthaus Schroll endgültig festgelegt. Die Hauptorganisation sollte bei Pfarrer Wölfle, Gg. Behringer und Erwin Konopik liegen, die in weiteren Sitzungen die Weichen gestellt haben und unterstützt wurden durch einen Ausschuss. Dieser bildete sich aus den Freiwilligen mit Behringer Gerhard, Kisling Johanna, Kisling Josef, Konopik Ernst, Kugel Walter, Uhl Helmut und Peter Woityschyn.

Die sudetendeutsche Landsmannschaft, vertreten durch ihren Vorsitzenden Gerhard Ruß, beabsichtigt eine Gedenkplatte ihrerseits zum Jubiläum beizutragen. Herr Gerhard Deeg erklärte sich bereit, zwischen den beiden Festtagen die Geschichte des Lagers und des Kirchenbaues in zwei Vorträgen darzustellen. Noch am selben Abend erklärten sich viele Anwesende spontan bereit, sowohl bei der Vorbereitung als auch an den Festtagen aktiv mitzuhelfen.

Nach sorgfältiger Vorbereitung konnte am Freitag, den 30. Juli 2009 das Festzelt mit zahlreichen Helfern aufgestellt und bestuhlt werden. Alle Versorgungsleitungen wurden gelegt und die gesamte Einrichtung für den Festbetrieb wurde vorgenommen. Der Außenbereich wurde beflaggt, Rasen und Hecke geschnitten und vor allem Kirche und Festzelt mit einem wunderschönen Blumenschmuck von Elisabeth Behringer, Helga Nitsche, Marie, Barbara und Kerstin Konopik, Johanna Kisling und Marion Viehbeck versehen. Somit war der Festtag gut vorbereitet und konnte beginnen. Pfarrer Wölfle begrüßte als Ehrengäste Pfarrer Zottmann, den 1. Bürgermeister des Marktes Roßtal Johannes Völkl mit 7 weiteren Marktratsmitgliedern, in Vertretung des Landrats den Bürgermeister von Cadolzburg Bernd Obst, als Mitglied des Bundestages den Staatssekretär Herrn Christian Schmidt, als Vertreterin der evangelischen Kirche Frau Monika Huber wie auch die vielen Gottesdienstbesucher.

Anwesend waren auch Abordnungen der Ortsvereine mit ihren Vertretern Hans Behringer und Günther Sippel von der Feuerwehr, Waldemar Zaus vom Sportverein Raitersaich und Norbert Brüning vom Gesangverein »Eintracht«, sowie die Gruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit ihrem 1. Vorsitzenden Gerhard Ruß und einigen Mitgliedern des Pfarrgemeinderates. Der Gesangverein »Eintracht« Raitersaich-Clarsbach unter Leitung von Erwin Konopik bereicherte mit der »Schubert-Messe« den Gottesdienst. Die Festpredigt in der überfüllten Kirche hielt Pfarrer Hans Eichenseer aus Ingolstadt. Kein Besserer konnte hierfür gefunden werden, war er doch Zeitzeuge bei der Gründung der Kirche als damaliger junger Kaplan in Roßtal. Wer hätte die Schwierigkeiten jener Zeit uns glaubwürdiger darlegen und schildern können als er? Beabsichtigt war, die Festpredigt in das Zelt zu übertragen, doch eine technische Panne verhinderte dies. Eine Folge war, dass die Grußworte in das Festzelt verlegt wurden.

Danach kam endlich das längst erwartete Mittagessen. Die tüchtigen Helfer unter umsichtiger Führung des Ausschussmitgliedes Johanna Kisling hatten beim Grill, bei der Essens- und Getränkeausgabe und als Bedienungen alle Hände voll zu tun. So konnte am Nachmittag bei Unterhaltungsmusik und vielen gespendeten Kuchen, Torten, Feuerspatzen und Küchlein ein gemütlicher Kaffeeplausch gehalten werden. Der Höhepunkt des Nachmittags war ein ökumenischer Gottesdienst in der wiederum vollbesetzten Kirche von Pfarrer Künne und Pfarrer Wölfle. Dazu waren auch die evangelischen „Wallfahrer“ gestoßen. Beide Pfarrer beschwörten den ökumenischen Geist und mahnten die Gläubigen, so wie bei diesem Fest, auch in der christlichen Gemeinschaft des Alltags noch mehr zusammenzuwachsen. Im Anschluss fand dann ein gemeinsames Volksliedersingen mit Robert Treuheit statt.

Bei guten Getränken, viel Freude beim Gesang und bester Unterhaltung bis in die Abendstunden hinein, klang dann ein in jeder Beziehung gelungenes Fest aus. So wird dieses Fest bei allen in bester Erinnerung bleiben. Ein finanzieller Erfolg für die Clarsbacher Filialkirche durch Geldspenden, sowie durch den Verkauf der vielen gespendeten Kuchen/Torten und Salate und die Kollekten aus beiden Gottesdiensten konnte nicht ausbleiben. Der Festablauf wurde in Text und Bild von Georg Behringer erstellt und wurde zum Verbleib für die katholische Kirche bestimmt.

Die Organisatoren des 50. Jubiläumsfestes Georg Behringer, Pfr. Christoph Wolfle, Erwin Konopik
Die Pfarrer Josef Zottmann, Christoph Wölfle und Hans Eichenseer
Der Gesangverein »Eintracht« Raitersaich-Clarsbach stimmt ein


Dank an
Elisabeth Behringer und
Marie Konopik für viele Jahre Mesnerdienst
Das Ende des Festgottesdienstes
Stellvertreter des Landrats, Bernd Obst, Staatssekretär Christian Schmidt,
Pfarrer Christoph Wölfle, Erster Bürgermeister Johann Völkl
Der ökumenische Gottesdienst am Festnachmittag
Das Kuchenbuffet am Nachmittag
Diese fleißigen Frauen verdienen stellvertretend für alle großes Lob


Seelsorge in der Pfarrei »Christkönig« in Roßtal
von 1946 bis zum 50. Jubiläum der Filialkirche »Maria Königin« in Clarsbach im Dezember 2009

PfarrerKaplaneZeitraum
 Zankl, Josef (Aushilfspriester)01.04.1946–31.01.1954
Zankl, Josef 01.02.1954–30.11.1959
 Kachel, Norbert 16.07.1951–31.08.1951
 Göbl, Josef01.09.1951–15.01.1954
 Leinfelder, Alois16.01.1955–15.12.1956
 Schmidt, Johann01.08.1957–15.12.1957
 Spies, Johann (Katechet)01.01.1958–31.07.1958
 Eichenseer, Hans01.08.1958–31.08.1960
Rodenbücher, Otto 01.01.1960–15.12.1967
 Hönle, Josef 01.09.1960–30.10.1962
 Funk, Veit01.11.1962–14.02.1967
 Meier, Franz15.02.1967–14.09.1968
Spies, Hans 16.12.1967–15.02.1978
 Sattler, Wolf-Rainer15.09.1968–31.08.1969
 Wittmann, Eduard16.09.1969–30.09.1971
Rackl, Josef  16.02.1978–20.07.1986
 Klösel, Werner (Diakon)22.10.1983–16.03.1987
Zottmann, Josef  01.10.1986–11.09.2005
 Unnikunnel, Cleetus (Pater)11.09.2005–26.02.2006
Wölfle. Christoph seit 15.03.2006
 Radtke, Michael (Praktikant, Diakon, Kaplan)01.09.2007–01.09.2009
 Scholz, Tobias (Pfarrvikar)seit 01.09.2009


Mesnerdienst in der Filialkirche »Maria Königin« in Clarsbach
von 1959 bis heute verrichteten in verschieden langen Dienstjahren:

Anton Grass, Josef Ebenhöh, Josef Hein, Jakob Konopik, Gerda Konopik und Elisabeth Behringer, Marie Konopik und Elisabeth Behringer.


Quelle: 50 Jahre Kirche »Maria Königin« in Clarsbach
Hrsg: Katholische Pfarrkirche Christkönig in Roßtal, o. J.