Alfred Steinheimer

65 Jahre Schulgebäude an der Schulstraße in Roßtal

Blick auf das Schulgebäude in der Schulstraße

Die Geschichte des Schulwesens in Roßtal ist in einer Reihe von Artikeln und Aufsätzen bereits dargestellt worden. So hat erstmals Adolf Rohn in dem von ihm im Jahre 1928 verfaßten Heimatbuch über Roßtal sich dieses Themas angenommen. Seiner mit viel Fleißzusammengetragenen Aufstellung im Abschnitt „Nachrichten von Lehrern und Kantoren“ verdanken wir die namentliche Erfassung aller hier tätigen Lehrkräfte bis zum Jahre 1534 zurück. Der leider früh verstorbene erste Rektor der Grundschule, Richard Preißel, hat zum Teil auf diese Rohn'schen Quellen zurückgreifend, in Form einer Zeittafel die Schulgeschichte zusammengefaßt und diese in einer Festschrift, anläßlich der Einweihung des Neubaus der Hauptschule am 4. Dezember 1974, veröffentlicht. Eine weitere Abhandlung, als „Beiträge zur Roßtaler Schulgeschichte“ bezeichnet und erschienen im Heimatbuch von Roßtal, herausgegeben im Auftrage der Marktgemeinde von Kreutzer/Düthorn im Jahre 1978/79, stammt von der ehemaligen Lehrerin an der Grundschule, Bärbel Bauer. Es erübrigt sich deshalb, die erschöpfend bearbeitete Geschichte des Schulwesens in Roßtal, das Werden und Wachsen von Anbeginn an bis in unsere Zeit, nochmals vorstellen zu wollen.

Was bisher allerdings nur in wenigen Zeilen in den jeweiligen Aufsätzen Erwähnung fand, ist eine geschichtliche Darstellung der Häuser, in denen über Generationen hinweg Unterricht erteilt wurde. Dies mag einesteils deshalb so sein, weil für die die Zeit überdauernden Gebäude, wie das heute noch im Besitz der Pfarrei sich befindliche ehemalige Mädchenschulhaus, gleichzeitig Wohnung des Lehrers, der den Mesnerdienst versah, sowie das Knabenschulhaus mit Wohnung des Kantors, beide Häuser dienten z. T. seit Jahrhunderten bis zum Jahre 1930 als Schulgebäude, wohl kaum noch Unterlagen über deren Errichtung im Archiv der Pfarrei aufzufinden sind; andererseits ist es verständlich, daß die obengenannten Autoren, als Pädagogen, der Baugeschichte weniger Beachtung schenkten.

So bietet es sich, anläßlich der Einweihung, geradezu an, die relativ kurze Geschichte des Gebäudes der heutigen Grundschule an der Schulstraße darzustellen, das nach mehrmaligen An- und Umbauten innerhalb der 65 Jahre seines Bestehens nun erneut modernisiert und erweitert, wieder voll seiner Bestimmung übergeben werden kann.

Die Absicht, ein neues Schulgebäude zu errichten, bestand bereits lange vor der Jahrhundertwende, weil die beiden alten Schulgebäude, das Mädchenschulhaus am östlichen Friedhofeingang – von keinem Geringeren als dem markgräflichen „Bauinspektor“ Johann David Steingruber geplant – und das Knabenschulhaus im Kantoratsgebäude, trotz stattgefundener Erweiterungen im erstgenannten Gebäude im Jahre 1837 und der Aufstockung des Knabenschulhauses im Jahre 1864, nicht nur den wachsenden Schülerzahlen nicht mehr gerecht wurden, sondern auch den schon zur damaligen Zeit bestehenden Bauvorschriften für Schulbauten in keiner Weise mehr entsprachen.

Eine Aufstellung des „Lokalschulinspektors“, des Pfarrers Friedrich Schirmer, 1889–1900 in Roßtal, zeigt die unhaltbare Situation: Die Schülerzahl stieg von 1889–1900 von 248 auf 355, und für diese Anzahl Kinder standen nur vier Klassenräume zur Verfügung; als „Pausenhof“ diente der Friedhof. (Zum Begriff „Lokalschulinspektor“ sei angemerkt, daß in Bayern bis zum Jahre 1919 die örtliche Schulaufsicht durch den Ortspfarrer wahrgenommen wurde.) Es ist heute kaum nachvollziehbar, unter welch widrigen Verhältnissen der Schulunterricht hier stattfand. Dabei war bereits seit dem Jahre 1836 durch den Arzt Karl Ignaz Lorinser (1796–1835) in einer Schrift „Zum Schütze der Gesundheit in den Schulen“, das Interesse für die Schulhygiene und für die Gesundheit der schulpflichtigen Kinder geweckt und besonders vor den Gefahren der Verbreitung ansteckender Krankheiten, vor allem vor der damals häufigen und kaum behandelten Tuberkulose, gewarnt worden.

Nach einer im Jahre 1894 durch die Regierung von Mittelfranken vorgenommenen Besichtigung der Schulgebäude hier, vermerkt das Protokoll, daß: „... eine Bestellung geeigneter Schullokalitäten in den nächsten Jahren zur unabwendbaren Notwendigkeit werde.“

Die Umstände, die eine Verbesserung der Verhältnisse verhinderten oder zumindest um Jahre verzögerten, waren hauptsächlich rechtlicher und daraus folgernd finanzieller Art, später allerdings spielte das Zeitgeschehen eine wesentliche Rolle.

Da das Mädchenschulhaus sowie das der Knaben in kirchlichem Besitz waren, sollten, so die Meinung der politischen Gemeinde, der „Schulsprengelverwaltung“, die Baulasten für beide Gebäude auch von der Kirchenverwaltung getragen werden, die sich aber hierzu finanziell außerstande sah. Es würde zu weit führen, die darüber jahrelang ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Schulsprengelverwaltung und der Kirchenstiftung aufzulisten.

Mit dem Amtsantritt des äußerst tatkräftigen Pfarrers Johannes Friedrich Grün (1903–1920 in Roßtal, Gründer des Diakonievereins) sollte sich nun bald eine Lösung anbahnen. Schon kurz nach seiner Amtsübernahme beschwerte er sich heftig über die in Roßtal besonders krassen Schulverhältnisse und klagte über die nicht zustandekommende Einigung zwischen der Kirche und der Gemeindeverwaltung. Da der Ruf nach weiteren Schulräumen immer heftiger wurde, auch ein Bauprogramm der Regierung für ein neues Schulhaus bereits seit 1897 vorlag, entschloß sich die Kirchenverwaltung im Jahre 1905, als Bauplatz den zum ersten Pfarrhaus gehörenden Baumgarten der Gemeinde zum Kauf anzubieten, was auch akzeptiert wurde. Die Größe des Platzes hätte nicht nur die Errichtung eines Gebäudes, sondern auch die Anlage eines „Turn- und Tummelplatzes“ gestattet. Die Frage der Finanzierung wurde, auf Vorschlag der Regierung, im Jahre 1906 so geklärt, daß die Schulsprengelverwaltung gegenüber der Kirchenstiftung auf alle Baupflichtansprüche für Schulzwecke, einschließlich Lehrerwohnungen, verzichtete. Es sollte jedoch noch bis zum Jahre 1913 dauern, bis das Schulgrundstück, der ehemalige Garten des 1. Pfarrers, um 8.000 Mark in den Besitz der Gemeinde überging. Zwei Jahre vorher überließ die Kirchengemeinde das Knabenschulhaus dem Schulsprengel, um sich von der Baulast zu befreien.

Der Nürnberger Architekt Will fertigte die Pläne für das neue Schulhaus, und im Mai 1914 erteilte die staatliche Schulaufsichtsbehörde die Genehmigung. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges im August 1914 setzte dem Ganzen ein vorläufiges Ende.

Das mit einer Niederlage endende Ereignis brachte auch das Ende des Königreiches Bayern. Die bis dahin gültige Verfassung wurde durch eine neue Verfassung des Freistaates Bayern vom 14. August 1919 abgelöst, die auch eine Neuordnung des Schulwesens beinhaltete. Die Reformen betrafen in erster Linie die Volksschulen – die Lehrer wurden Beamte des Freistaates – vor allem aber die Bereiche Schulverwaltung und Schulaufsicht.

Bereits am 16. Dezember 1918 war durch eine Verordnung, mit dem Schulaufsichtsgesetz vom 1. August 1922 endgültig, die geistliche Schulaufsicht für die Volksschulen aufgelöst und durch eine von der Lehrerschaft, die auch bis dahin zu Mesner- und Kantorendienste verpflichtet war, schon seit 1848 geforderte Fachaufsicht ersetzt. Im Jahre 1920 waren, nach einer Überarbeitung, die Pläne für die Schule soweit gediehen, daß mit der Bauausführung hätte begonnen werden können, aber die Gemeinde war, bei geschätzten Baukosten von ca. 140.000 Reichsmark, gerade noch in der Lage, 7.500 Mark für den Ankauf und den Transport von Steinen aufzubringen. (Noch 1925/26 betrug das Haushaltsvolumen der Marktgemeinde nur rund 31 400 Mark.) War es im Jahre 1903 Pfarrer Grün, der sich mit aller Kraft für die Verbesserung der Schulverhältnisse hier einsetzte, so hat Roßtal es dem 1924 zum Bürgermeister gewählten Hans Eckstein (1885–1945), selber Baufachmann, zu verdanken, daß das Schulprojekt weitergeführt werden konnte. Am 11. März 1928 wurde mit dem Bau begonnen, wobei offenbar erneute Planänderungen anstanden, weil die Ausführungspläne die Unterschrift des Bürgermeisters Hans Eckstein als Planfertiger tragen. Die Finanzierung wurde möglich, wenn auch ein Teil der Bevölkerung sich nicht mit dem Neubau abfinden wollte, nachdem die Regierung von Mittelfranken 2/3 der Baukosten übernahm.

(Die Gegner des Schulbaus fürchteten eine hohe Verschuldung der Gemeinde, weil mit dem Bau der Schule auch der einer zentralen Wasserversorgung sowie einer Kanalisation begonnen werden mußte. Hand- und Spanndienste der Bevölkerung und nicht zuletzt der kaufmännische Weitblick des Bürgermeisters sorgten dafür, daß schon wenige Jahre später sogar die Gebühren für die Wasserversorgung gesenkt werden konnten.)

Das Schulgebäude, am 13. Juli 1930 eingeweiht, hatte acht Klassenzimmer, im Dachgeschoß zwei Lehrerwohnungen und im Tiefparterre eine Wohnung für den Hausmeister. Dem Gedanken der Volkshygiene Rechnung tragend, wurden im Keller ein Brausebad für die Schulkinder und drei Wannenbäder für die Bevölkerung eingerichtet; das Gebäude war zentralbeheizt. Für die hauswirtschaftliche Ausbildung der Mädchen bestand eine Schulküche. Der Neubau machte es möglich, daß nun alle Jahrgänge über ein eigenes Klassenzimmer verfügten.

Den Schulkindern blieb der Tag ihres Umzugs wohl doppelt in Erinnerung: Sie tauschten ihre alten Schulzimmer gegen moderne, lichte Schulsäle, und alle Kinder erhielten ein Brötchen mit einer Bratwurst. Das neu erbaute Schulhaus galt als vorbildlich, und die großzügige Bemessung gestattete die Einrichtung eines 8. Schülerjahrgangs, was damals im ländlichen Raum noch nicht allgemein üblich war.

Rund 15 Jahre später, im Jahre 1944, im 5. Kriegsjahr des 2. Weltkrieges, das schreckliche Ende begann sich, für jedermann ersichtlich, bereits abzuzeichnen, mußten vier Klassenzimmer geräumt werden; sie wurden Lazaretträume.

Die von der Beschlagnahme ihrer Klassenzimmer betroffenen Schüler erhielten Unterricht in den Sälen der Gasthäuser und im alten Mädchenschulhaus.

Gegen Ende des Krieges, im Februar 1945, werden alle Schulräume in ein Notkrankenhaus umgewandelt, die dauernde Gefahr von Tieffliegerangriffen lassen keinen geregelten Schulunterricht mehr zu.

Mit dem Einmarsch der amerikanischen Streitkräfte im April 1945 erhält das Haus kurzzeitig eine neue Bestimmung, es wird ein militärisches Hauptquartier. Erst im Herbst 1945 und weiter gegen Ende dieses so schrecklichen Jahres, beginnt allmählich und mühsam wieder der Unterrichtsbetrieb in diesem Gebäude. Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen sowie der sich in den Jahren des Wiederaufbaues der Ballungsräume Nürnberg-Fürth hier wohnungssuchend niederlassenden Menschen, steigt die Zahl der Einwohner in Roßtal erheblich und somit auch die der schulpflichtigen Kinder.

Neue Schulräume werden benötigt, und das alte Gebäude erhält im Jahre 1962, nach einer Grundstückserweiterung auf seiner Rückfront verbunden über eine Pausenhalle, einen parallel zum Altbau angelegten Anbau mit sechs Klassenzimmern nebst Nebenräumen.

Plan

Nur wenige Jahre später, im Jahre 1968, gab es erneut gravierende Änderungen in der Schulorganisation. Mit der „Bekanntmachung über die Volksschulen in Bayern“ vom 22. Juli 1968 kam es zur Auflösung der sogenannten „Zwergschulen“ in Buchschwabach, Großweismannsdorf und Raitersaich, und die Grundschüler in den dortigen Schulhäusern mußten ab 1970/71 nach Roßtal umgeschult werden. Die Hauptschüler aus den genannten Orten waren bereits seit 1969 im Schulgebäude in Roßtal untergebracht worden. Die damit entstandene Raumnot forderte eine schnelle Lösung.

Interimsbauten in Holzfertigbauweise, 1970 im Pausenhof der Schule aufgestellt, konnten jedoch nur kurzzeitig eine Entlastung bringen, war doch gleichzeitig im Jahre 1969 das 9. Schuljahr eingeführt worden.

So kommt es im Jahre 1973 zu einer Teilung: Das hier beschriebene, seit 1930 eingeweihte Schulhaus, am Oberen Markt in Roßtal, wird Grundschule, und für die Hauptschüler wird ein neues Gebäude an der Wilhelm-Löhe-Straße errichtet. Die Jahre sind an der Bausubstanz der Schule nicht spurlos vorübergegangen. Im Jahre 1975 wurden deshalb die veraltete und verbrauchte Heizungsanlage, die Beleuchtungsanlage sowie die Fenster erneuert; ein Jahr vorher erhielt die Grundschule eine Turnhalle mit Nebenräumen sowie einen den Bedürfnissen einer Grundschule angepaßten Allwetterplatz. Die Schule besaß bis zu diesem Zeitpunkt keine Räumlichkeiten für den Turnunterricht; hierfür mußte die Halle des Turnvereins an der Jahnstraße aufgesucht werden.

Mit diesem Anbau der Turnhalle änderte sich die Ansicht des Schulhauses von der Schulstraße aus gesehen, wie auf der vorhergehenden Seite gezeigt: Da ein Gesamteindruck der durch die Erweiterungsbauten entstandenen Veränderungen von der Eingangsseite an der Schulstraße nicht möglich ist, kann nur ein Ausschnitt eines Lageplanes eine Vorstellung vermitteln. (Der Allwetterplatz sowie die 50 m Laufbahn sind dabei außer acht gelassen).

Das stete Wachstum der Marktgemeinde forderte knapp 20 Jahre später erneute Überlegungen hinsichtlich der möglichen Erweiterung der Gebäude der Grundschule. Auslösend hierfür war eine von der Leitung der Grundschule, Frau Rektorin Irmtraud Gloßner, gefertigte Darstellung der räumlichen Situation bei 390 Schülern im Schuljahr 1990 und bei einer absehbaren Entwicklung bis zum Jahre 1996 mit einer auf 420 Kindern angestiegenen Schülerzahl, ohne Berücksichtigung etwaiger Erschließung neuer Baugebiete und einer dann zu erwartenden Steigerung der Einwohnerzahl der Marktgemeinde.

Im Marktgemeinderat führte dies u. a. auch zu Überlegungen und Diskussionen, ob nicht an anderer Stelle ein neues Grundschulgebäude errichtet werden solle, was sicher, von der Seite der Planung her gesehen, eine Unabhängigkeit von der Anpassung an die bestehende „Altbebauung“ bedeutet hätte. Letztlich fiel doch die Entscheidung für die Erweiterung der Bebauung an der Schulstraße. Was die Gruppe DASS in ihrer Dokumentation über die „Altorterneuerung Roßtal“, Verfasser: Bodenschatz/Geisenhof vom Januar 1990, für die Errichtung der Grundschule in den Jahren 1928/30 feststelIte, hat somit weiterhin Gültigkeit.

Die Verfasser schrieben: „Diese Standortentscheidung für den ersten kommunalen Großbau ... signalisiert doch den Willen der Marktgemeinde, den Burgberg als Sitz zentraler Funktionen auch in Zukunft nicht aufzugeben.“

Plan

Mit der Planung der umfangreichen Baumaßnahme beauftragte die Marktgemeinde die Architekten Dipl.-Ing. R. u. H. Ulrich, Nürnberg. Wohlwissend, daß das Areal der Grundschule historischer Boden ist und bei den Bauarbeiten mit archäologischen Funden aus Roßtals früher Geschichte gerechnet werden konnte, wurde vor Baubeginn das Landesamt für Denkmalpflege verständigt, das seinerseits Grabungen, im Frühjahr 1993 beginnend, vornahm und auch fündig wurde.

Im Juli 1993 begann dann die ohne Einschränkung des Unterrichts durchgeführte Bautätigkeit, deren Ausmaße sich wiederum nur anhand eines Lageplanes mit einem Blick erfassen lassen.

Die dunklen Flächen kennzeichnen die Erweiterungsbauten, wobei hinzuzufügen ist, daß die ursprüngliche erdgeschossige Pausenhalle abgebrochen und, mit einem Stockwerk versehen, neu errichtet wurde. Mit dem Abschluß der Bauarbeiten verfügt die Grundschule, nachdem vier Unterrichtsräume neu gebaut wurden, nun über insgesamt 18 Klassenräume. Dazu kommen außerdem ein Musikpavillon, ein Mehrzweckraum und die dringend benötigten Verwaltungsräume. Rückschauend auf die 65 Jahre des Bestehens der Unterrichtsstätte an der Schulstraße ist bemerkenswert, daß das im Jahre 1930 fertiggestellte Gebäude rund 30 Jahre lang ohne jede bauliche Veränderung den schulischen Anforderungen der damaligen Zeit genügte.

In den nachfolgenden 35 Jahren, bis heute im Jahre 1995, mußte in jeweils kurzen Abständen mehrmals gestiegenen Raumanforderungen durch Anbauten entsprochen werden. Diese Erweiterungen sind aber nicht allein durch die Zunahme der Zahl der Einwohner notwendig geworden. Ein Teil der geschaffenen Flächen läßt erkennen, daß durch Entwicklungen im Erziehungs- und Schulwesen Räume benötigt werden, ohne die eine zeitgerechte Unterrichtsgestaltung in den Schulen nicht verwirklicht werden kann.

Die Marktgemeinde hat, wie die Geschichte dieses Schulhauses und seine baulichen Veränderungen zeigen, zu aller Zeit und mit allen Kräften dazu beigetragen, daß die äußeren Voraussetzungen für ein gedeihliches Arbeiten geschaffen wurden.

Quellen:

Die in der Einleitung genannten Veröffentlichungen der Autoren: Bärbel Bauer, Richard Preißel, Adolf Rohn;
Preißel: „Hans Eckstein“, Roßtaler Heimatblätter 1/1985
Strasser: „Beiträge zur Schulgeschichte“ (Roßtal) (Zulassungsarbeit, Pädagogische Hochschule Bayreuth)
Bodenschatz/Geisenhof: „Altorterneuerung Roßtal“, Januar 1990 (Gruppe DASS)
Archiv der Marktgemeinde
Archiv der Pfarrei St. Laurentius, Roßtal

Quelle: Festschrift anläßlich der Einweihung des Neubaus und der Umbauten
der generalsanierten Grundschule Roßtal am 27. Oktober 1995, S. 21 ff.