Gerhard Deeg

Ein Lager, seine Menschen und eine Kirche (1938 bis 1959)

Die Luftaufnahme von dem Gebiet, in dem sich einmal sogar bis zu 800 Menschen in provisorischen Wohngebäuden aufhielten und Flugzeuge einst starteten und landeten, lässt kaum noch etwas von all dem erahnen; zu rasch hat die Natur unter Mithilfe des Menschen alles wieder zurück gewonnen.

Luftaufnahme vom einstigen Lager-und Flugplatzgelände

Eine aktuelle Luftaufnahme vom einstigen Lager- und Flugplatzgelände

Nun zur Aufnahme: Hinter einem größeren Waldgebiet liegt Clarsbach, vor dem Wald ein modernes Sportgelände, südlich der Straße Raitersaich-Buchschwabach, in Büschen versteckt, die heutige Rapsölmühle und zwischen Feldern und Wiesen eine moderne Windkraftanlage. Doch in einem Geländestreifen von 200 mal 300 Metern, exakt in der Bildmitte gelegen, befand sich einst im Wald ein Lager, und über der Straße, also südlich davon, ein Rasenflugfeld. So muss man sich dies vorstellen. Konkret vorhanden ist auf einer Waldwiese eine kleine Erhebung, auf der Betonbrocken ein Erdloch teils verdecken, und im nahegelegenen Wald ist ganz unerwartet ein Brunnenschacht eindeutig auszumachen – doch das ist schon alles. Dennoch befand sich einst hier eine große militärische Einrichtung, so allgemein will ich sie hier noch bezeichnen, und zwar wie der Ortskundige weiß, zwischen den Dörfern Clarsbach, Raitersaich und Buchschwabach. Doch nun zum Werdegang.

Offensichtlich hatte das Oberkommando der Wehrmacht schon lange vor Kriegsbeginn 1939 für die Luftwaffe festgelegt, den in Fürth-Atzenhof befindlichen Verkehrsflughafen militärisch zu nutzen und in der Nähe für bestimmte Zwecke kleinere Flugplätze anzulegen, so in Herzogenaurach, Illesheim, Unterschlauersbach und eben auch zwischen Raitersaich und Buchschwabach. Das benötigte Gelände wurde beschlagnahmt, und da das spätere Flugfeld südlich der Straße noch mit einigen Waldparzellen versehen war, mussten diese von Herbst 1938 bis Frühjahr 1939 gerodet, die Baumstümpfe entfernt, die Fläche eingeebnet, mit Maschinen planiert werden und es wurde überall Gras angesät. Nördlich der Straße wurden eine Vielzahl rechteckiger Flächen im Wald abgeholzt, auf denen später große, durchaus komfortable Holzbaracken aufgestellt wurden. Bäume dazwischen ließ man wegen einer militärischen Nutzung natürlich stehen, um das Lager, bestehend aus 21 Baracken, also Unterkünften, links und rechts einer Lagerstraße angeordnet, aus der Luft schwer einsehbar zu machen.

Dieser neue Flugplatz, der dazugehörige Fliegerhorst befand sich bekanntlich in Fürth-Atzenhof, war ausschließlich als Schulungs- und Übungsflugplatz für angehende Piloten, also Flugzeugführer der Luftwaffe bestimmt. Die Flugschüler waren jeweils für einige Wochen hier draußen, um das Fliegen zu erlernen, um dann auch wieder in Atzenhof vor allem in Flugtheorie unterwiesen zu werden. Bekanntlich begann jedwede Fliegerausbildung – so war es damals – mit dem Üben auf Segelflugzeugen, und so übten die Flugschüler auf den Schulgleitern Grunau Gr9 und Schneider SG38 und die Fortgeschritteneren flogen auf dem Übungseinsitzer Grunau-Baby.

Segelflugzeuge und eine Schleppmaschine auf dem Flugfeld

Segelflugzeuge und eine Schleppmaschine auf dem Flugfeld

Sie übten die verschiedenen Startarten, also den Windenstart, aber auch im Schlepp von Doppeldeckern und vieles mehr. Über diesen Flugbetrieb berichtet Konrad Hacker aus Böllingsdorf bei Heilsbronn in seinem Heimat- und Familienbuch „Bürglein im 20. Jahrhundert“. Dort schreibt er: „An sonnigen Tagen war in Raitersaich meist Flugbetrieb. Die Thermik, der Wind und die Sicht mussten eben genau passen. Wenn wir von unserer Haustür in Böllingsdorf Richtung Osten guckten, sahen wir am Himmel die waghalsigen Doppeldecker, die ihre Flugschüler in Segelflugzeugen im Schleppseil hinter sich, spiralförmig, bis über Bürglein ausholend, hoch hinauf in die Luft zogen und dort auf einmal das Seil ausklinkten. Manches Mal war es genau über uns. Anschließend machte der Pilot im Doppeldecker eine leichte, wackelige Bewegung und ließ sich im Sturzflug senkrecht fallen. Es sah aus, als wollte er sich bei freiem Fall senkrecht in die Erde bohren. Plötzlich war er hinterm Wald verschwunden. Sein Segelflugzeug aber blieb ruhig hoch in der Luft und zog Kreise. Oft waren mehrere Segler in der Luft und spielten mit dem Wind. Der Pilot im Doppeldecker fing kurz über dem Boden seine Maschine ab und in Windeseile landete er auf dem Rollfeld … Die Landung der Segelflugschüler war nicht immer gut ausgegangen, so kam es auch vor, dass ein Gleiter beim Landeanflug in den Wipfeln des nahegelegenen Waldes landete und zu Bruch ging.“

Doch nun bahnte sich eine neue, eine weitere Nutzung an. 1942 kam es zum Bau einer Tankstelle im Wald an der Bundesstraße 14 etwa einen Kilometer von Buchschwabach entfernt in Richtung Ansbach, ein sicherer Vorbote oder Hinweis für eine neue Aufgabe für das Fluggelände. Doch dazu müssen wir kurz den Blick zurück, auf Atzenhof richten. Die Entwicklung dort hat Frau Barbara Ohm in ihrem vorzüglichen Buch über Atzenhof mit dem Titel „Fliegen, nur fliegen“ dargestellt, dem ich nun weitgehend folge. In Atzenhof befand sich seit 1937 eine Flugzeugführerschule. Da diese Anfang 1940 dort abgezogen wurde, wurde in Atzenhof die Jagdfliegerschule 4 aufgestellt, die im Juni 1943 vom Jagdgeschwader 104, das ebenfalls Jagdflieger ausbildete, abgelöst wurde. Dieses unterstand der 4. Flieger-Schul-Division, bestehend aus zwei Gruppen mit jeweils zwei bzw. drei Staffeln. Die erste Gruppe und der dazugehörige Stab sowie die zweite Staffel befanden sich in Fürth, die 1. und 3. Staffel waren in den beiden Standorten Herzogenaurach und unserem Buchschwabach stationiert. Die zweite Gruppe mit nur zwei Staffeln befand sich auf dem Fliegerhorst Roth, so die Darstellung von Frau Ohm. Geschult wurde auf einem leichteren Motorflugzeug, nämlich der Arado Ar96 und dann auf der Me109, einem Jagdflugzeug von Messerschmitt. Es ist nicht auszuschließen, dass auch andere Schulflugzeuge wie die Klemm KL 35, die Bücker Bü 131 und Focke-Wulf FW 44 zum Einsatz kamen. So verwundert es jetzt nicht mehr, warum es 1942 zum Bau einer Tankstelle kam.

Wie der Flugplatz und das Lager sich jetzt darstellten, zeigt eine vortreffliche Aufnahme, die ein alliiertes Aufklärungsflugzeug im September 1944 machte.

Luftaufnahme 1944

Luftaufnahme 1944

Die Aufnahme zeigt links im Wald gut versteckt das Lager mit seinen Unterkunftsbaracken. Über der Straße, also am Rande des Flugfeldes, befinden sich jetzt eine mittelgroße Flugzeughalle und eine langgestreckte Baracke für die Flugleitung, auf dem Flugfeld sind sogar Flugzeuge auszumachen. Übrigens wird uns das Gebäude der Flugleitung später nochmals in einem anderen Zusammenhang begegnen.

Ein Zwischenergebnis könnte also so lauten, dass in dem Waldgebiet beim heutigen Sportplatz des SV Raitersaich eine große Soldatenunterkunft zunächst für Flugschüler und ein Flugplatz entstanden waren. Doch sollten diese Unterkünfte in der Folgezeit für eine weitere Verwendung benutzt werden, nämlich als Wehrertüchtigungslager, kurz WE-Lager. Was hat es mit einem WE-Lager für eine Bewandtnis? Die Hitlerjugend im engeren Sinne waren die männlichen Jugendlichen von 15 bis 18 Jahren. Daneben gab es das Jungvolk, die Jungmädels und den Bund Deutscher Mädchen (= BDM). Doch die Hitlerjugend als Ganzes betrachtet war ähnlich der FDJ in der DDR auch eine bedeutende Parteiorganisation innerhalb des NS-Staates, und so war sie auch zuständig für die WE-Lager. Mit dem Kriegsausbruch im September 1939 änderten sich sowohl die Bedingungen als auch die Anforderungen an die HJ-Arbeit, was sich in tiefgreifenden Auswirkungen im Alltag der Kinder und Jugendlichen niederschlug. So begann mit dem Dienstantritt des neuen Reichsjugendführers Artur Axmann am 03. August 1940 ein „strammes Militarisierungsprogramm“. Unter der Leitung Axmanns wurde die Wehrertüchtigung intensiviert. Dies war auch in Anbetracht des weiteren Kriegsverlaufs durchaus vorausschauend, würde man doch in Anbetracht der vorgesehenen Kriegsziele und der hohen Verluste bei der kämpfenden Truppe große Reserven an Soldaten noch benötigen. Und so, oder deshalb, wird das Lager in Raitersaich auch als Wehrertüchtigungslager genutzt. In jeweils dreiwöchigen WE-Lehrgängen wurden Hitlerjungen zunächst mit 18 Jahren, dann mit 17 und dann auch noch von 1942 an mit 16 Jahren auf den Kriegsdienst vorbereitet. Die Jugendlichen wurden zunächst von Ausbildern der Wehrmacht, darunter nicht wenige Kriegsverwundete, und zunehmend von Soldaten der Waffen-SS militärisch geschult; und solche dreiwöchigen Aufenthalte fanden neben der Pilotenausbildung gleichfalls in den Wohnbaracken zwischen Raitersaich und Buchschwabach statt. Ein Teilnehmer berichtete mir, dass der Tagesablauf aus Exerzieren, einer Schießausbildung in einem Schützenhaus auf dem Jahnsportplatz in Roßtal und in einer Art infanteristischer Grundausbildung mit Schanzübungen, Karten- und Geländekunde und auch in der Ausbildung zum Funker bestand. Dies als nur einige Bausteine des Aufenthaltes in einem WE-Lager. Auch fanden eintägige Ausbildungen für das Jungvolk in Raitersaich statt, so z. B. weilte das Fähnlein von Ammerndorf in diesem Lager.

Doch dann bahnt sich unaufhaltsam die Niederlage und somit das Kriegsende in unserem Raum an. Ein Roßtaler, mein Berichterstatter, hält sich als Luftwaffensoldat noch exakt vom 05. März 1945 bis zum 16. April 1945 im Lager auf. Natürlich gibt es keinen Flugbetrieb mehr. Treibstoffmangel führte dazu, dass noch intakte Flugzeuge am Boden bleiben mussten; zudem nahten die Amerikaner ganz bedenklich. Noch in letzter Minute werden in dem Wald hinter den letzten Unterkunftsgebäuden in Richtung Clarsbach Nischen geschlagen, die Flugzeuge dorthin geschleppt und unmittelbar vor Ankunft der US-Truppen, es muss der 18. oder 19. April 1945 gewesen sein, die Triebwerke der Flugzeuge gesprengt, und damit untauglich gemacht. Das Ende des Lagers und des Ausweichflugplatzes von Fürth-Atzenhof der deutschen Luftwaffe war gekommen.

Nun übernahmen amerikanische Streitkräfte das Lager und das Flugfeld. Da die vorstoßenden Kampftruppen jedoch den Auftrag hatten, Nürnberg und die Oberpfalz einzunehmen und schließlich sogar bis zur Linie Karlsbad-Budweis in Westböhmen vorzustoßen, nahm man zunächst vom Lager und dem Fluggelände kaum Notiz, zumal sie auch hier auf keinen ernsthaften Widerstand mehr stießen. Für kurze Zeit war das Lagergelände wieder verwaist, doch über die Dauer dieses Zeitabschnitts gehen bei meinen Zeitzeugen die Meinungen nicht unwesentlich auseinander.

So boten die zerstörten Flugzeuge, die Wohnbaracken und die Werkstätten eine willkommene Gelegenheit, sich den einen oder anderen Gegenstand anzueignen. Wer fragt da schon nach erlaubt oder unerlaubt? Doch kurz darauf trafen in Raitersaich amerikanische Nachschubtruppen ein. Dies waren zum einen Luftwaffeneinheiten, die Munition und Versorgungsgüter für die kämpfende Truppe bereithielten, weshalb auch für diese großen Transportflugzeuge die Start- und Landebahn in Richtung Buchschwabach verlängert werden musste, und zum anderen zogen in das Lager Pionier- und Nachrichtentruppen ein. Ihre Anzahl war so groß, dass zusätzlich zu den Wohnbaracken zur Unterbringung eine Zeltstadt mit einer Zeltküche notwendig war.

Während später das Gelände des Flugfeldes wieder an die früheren Besitzer, sprich die Bauern, zurückgegeben wurde, war das eigentliche Lager jetzt nicht mehr zu betreten. Es wurde zum Sperrbezirk erklärt. Aufgestellte rote Tafeln signalisierten einen Bereich, der in keinem Fall betreten werden durfte, gelbe Tafeln erlaubten zumindest Bauern in diesem Bereich landwirtschaftlichen Arbeiten nachgehen zu dürfen. Wie in all solchen Fällen lockerte sich im Laufe der folgenden Monate die Strenge des Verfahrens, und nicht wenige Roßtaler, Clarsbacher und aus anderen Dörfern, stellten, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Beweggründen, Kontakte zu den US-Soldaten her. Junge Burschen kümmerten sich in den kalten Baracken um Brennholz und heizten für die Amerikaner ein, sie holten Trinkwasser und erledigten viele kleine Hilfsdienste, wissend, dass ihnen die Soldaten dafür Kaffee, Schokolade oder Zigaretten zur Kompensation geben würden. Übrigens fiel solchen Helfern auf, dass unter den US-Soldaten, vor allem was die niederen Ränge betrifft, auffallend viele Dunkelhäutige waren. Die Amerikaner verließen dann im Spätherbst 1946 das Lager, doch zog sich ihr Auszug sicher noch bis Anfang 1947 hin, denn während der Auflösung des Lagers durch die US-Truppen setzte schon ab Sommer 1946 die Aufnahme einer ganz anderen Personengruppe ein. Diese neuen Lagerbewohner gilt es jetzt kurz vorzustellen.

Eine Tatsache ist heutzutage viel zu wenig bekannt, dass sich nämlich nach dem 2. Weltkrieg ca. 8 Millionen heimatlose Ausländer in Deutschland aufhielten, und dies zusätzlich zu den Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, also Menschen deutscher Staatsangehörigkeit. Diese Personen waren zum einen ausländische Zivilarbeiter, die einst freiwillig kamen oder unter Zwang, dann besser als Zwangsarbeiter bezeichnet, die im Bergbau, in der Rüstungsindustrie, in der Landwirtschaft und auch in Privathaushalten eingesetzt waren, dazu Kriegsgefangene und die Gruppe der Häftlinge aus Arbeitserziehungs- oder Konzentrationslagern, vor allem natürlich Juden, aber auch andere, dem System nicht genehme Gruppen, wie Sinti und Roma. All diese Menschen hat man später als Displaced Persons, also DPs bezeichnet, ich hingegen finde die Bezeichnung „heimatlose Ausländer“ zutreffender. Noch während des 2. Weltkriegs wurde, also noch vor Gründung der UNO am 25. April 1945, die Hilfsorganisation UNRRA (= United Nations Relief and Rehabilitation Administration) ins Leben gerufen, eine Hilfsorganisation, die durch Kriegseinwirkungen geschädigten Menschen Erleichterungen bringen und sie rehabilitieren sollte, also ihr früheres Ansehen und ihren früheren Status wieder herstellen sollte. In Europa war die UNRRA bis zum 31. Dezember 1946 tätig, und sie wurde dann durch die IRQ (= International Refugee Organization), der Internationalen Flüchtlingsorganisation abgelöst. Dieser UNRRA, später der IRQ, kam die riesige Aufgabe zu, die DP-Lager, die Lager mit heimatlosen Ausländern, in den befreiten Gebieten zu betreuen. Trotz aller Schwierigkeiten in der Nachkriegszeit gelang es der UNRRA, gemeinsam mit den Alliierten bis Ende September 1946 fast 6 Millionen dieser Entwurzelten zu repatriieren, also wieder in ihre Heimatländer zurückzuführen. Dass dennoch eine große Zahl im Nachkriegsdeutschland verblieb, hing damit zusammen, dass nicht wenige aus der Sicht ihrer Herkunftsländer bei ihrer Rückkehr der Zusammenarbeit mit Deutschland, also der Kollaboration mit dem Feindesland, verdächtigt werden könnten, und daher Sanktionen befürchten mussten, sodass dann eine Auswanderung eher in Frage kam.

Diese Menschen, es waren vorwiegend Mittel- und Osteuropäer, also Russen, Weißrussen, Ukrainer, Polen, Esten, Letten, Litauer mussten vorübergehend in Lagern, jetzt DP-Lager genannt, für einige Zeit untergebracht werden, während jüdische Überlebende in gesonderten Lagern lebten, wie z. B. auf dem Pleikershof bei Cadolzburg. Ein solches Lager wurde nach dem Abzug der amerikanischen Soldaten hier zwischen Raitersaich und Buchschwabach ab Spätsommer 1946 sukzessive für osteuropäische DPs zu einer vorübergehenden Bleibe. Die ersten Ankömmlinge dienten den Amerikanern noch als Helfer im Lager, während später, nach Abzug der letzten Amerikaner, diese DPs von dem Verwaltungspersonal der UNRRA, dann der IRO, kenntlich an ihren blauen Uniformen, eigentlich nur beaufsichtigt wurden und keiner geregelten Tätigkeit nachgehen konnten. So verwundert es nicht, das Polen, Russen, Balten und andere sich gerne am Bahnhof Raitersaich die Zeit vertrieben oder bei Bauern auftauchten, dort halfen, aber auch das eine oder andere Stück Schlachtvieh entwendeten bzw. dem Wild in den Wäldern nachstellten. Etwas Abwechslung beim Mittagstisch führt eben auch zu manch illegalen Maßnahmen. Den Anfang und das Ende ihrer Lagerzeit markieren zwei Ereignisse, an die man sich nur ungern erinnert. So wurde Johann Besendörfer aus Roßtal im Alter von 45 Jahren von einem DP erschossen, als er einschritt, als dieser bei ihm ein Kaninchen entwenden wollte. Er verstarb am 17. Juli 1946. Am Sonntag, den 18. Januar 1948 wurde bei einem Tanzvergnügen der Buchschwabacher Johann Rogner im Gasthaus Dorn - man kann annehmen warum - von einem Polen erschossen, so in den Sterbebüchern der Pfarrei Roßtal nachzulesen. Für mich ist es eigentlich ein untragbarer Zustand, dass man Männer ohne erkennbare vernünftige Beschäftigung bis zu drei Jahre in einem Lager dem Müßiggang überließ. Wenn auch durch Auswanderung dieser Personen, vor allem nach Kanada und Australien, ihre Anzahl ständig kleiner wurde, kann man für eine solche Art von Unterbringung wenig Verständnis zeigen.

Ein Denkmal zur Erinnerung

Ein Denkmal zur Erinnerung, doch die Neuankömmlinge sind auch schon da.

Dieses Bild ist in mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung für das Leben im Lager. Es zeigt vor einer Baumgruppe stehend ein Denkmal im Lagergelände neben der Straße. Im unteren Teil sind mehrere Treppenstufen, es folgt im Mittelteil ein Steinsockel mit einer rechteckigen Aussparung, darüber ein sich verjüngender Steinblock mit einem Kreuz an der Vorderseite. Den Abschluss bildet ein vasenartiges Gebilde aus Metall. Die noch vorhandene Aussparung lässt den Schluss zu, dass sich hier einmal eine Platte mit einer Inschrift befand, die vermutlich an jene heimatlosen Ausländer von einst erinnerte. Leider ist es nicht mehr vorhanden.

Bei Straßenbauarbeiten soll es im Weg gewesen sein, und dabei wurde es gleich ganz beseitigt, so wird gemutmaßt. Doch davor zwei Frauen. Sie gehören, eine davon ganz sicher, zu jener Gruppe von Menschen, die als die Letzten das Lager bewohnten und zugleich am längsten dort lebten, oder richtiger, notgedrungen dort leben mussten. So gesehen erinnert dieses Foto an die Vorgänger im Lager und deutet zugleich auf die Nachfolger im Lager hin. Doch wer waren diese Menschen, die nach einem kurzen Herrichten des Lagers hier eine neue Heimat auf Zeit finden sollten, nachdem sie aus ihrer eigentlichen Heimat vertrieben wurden? Es sind Heimatvertriebene, also Deutschstämmige aus Pommern, Ostpreußen, Schlesien, den Ebenen Ungarns und aus dem Sudetenland, die, reichlich spät, Ende 1948 und Anfang 1949 einen neuen Anfang im Westen wagen mussten. Leider kann ich auf ihre Geschichte nicht näher eingehen, aber, da die Sudetendeutschen später im Lager die große Mehrheit bildeten, soll wenigstens eine Landkarte (siehe Seite 10) deutlich machen, wo ihre wirklichen Wurzeln anzutreffen waren.

Landkarte

Landkarte

Das Leben der Heimatvertriebenen im Lager über einen Zeitraum von fast acht Jahren in allen denkbaren Facetten darstellen zu wollen, würde den Rahmen dieser Chronologie sprengen. Deshalb beschränke ich mich auf einige Aspekte, die ich jedoch für die Gesamtsituation im Lager für prägend halte. Da stellt sich zunächst einmal die ganz simple Frage, wie sah eigentlich die neue, vorübergehende Bleibe aus. Hier kann ich auch nur die Situation für 1954 darstellen, da so ein Lager für so viele Menschen über beinahe ein Jahrzehnt auch stets dem Wandel unterworfen war. Dennoch wird die Darstellung für 1954 dabei nicht zu eng gefasst.

Lager 1954

Lager 1954

Zunächst fällt auf, dass die Durchnummerierung der Gebäude von Clarsbach kommend zunächst die rechte Lagerhälfte (ab drei beginnend) berücksichtigt, und dann eine eher springende Zählung gewählt wird. Nun, auch diesen Umstand kann man akzeptieren. Den folgenden Teil, die Beschreibung der Lagereinrichtungen, will ich in Form einer lockeren Tabelle wiedergeben.

Die 26 Lagereinrichtungen:

Nr. 1,3,5,6,7,9,10,12:Wohnbaracken (=Wohngebäude)
Nr. 15 und 16:Toilettenbaracken, getrennt männlich / weiblich (wie ich hörte, boten sich dort gute Möglichkeiten zur Kommunikation)
Nr. 8:Waschbaracke
Die nächsten beiden sind stark umrandet, für das Lager offenbar sehr wichtig!
Nr. 19:Die sogenannte Wirtschaftsbaracke.
Sie war teilweise unterkellert, in der Anfangszeit war dort hinten die Wohnung von Familie Lizurek, mit einem Zugang zur anschließenden Küche, in der Frau Lizurek die anfängliche Gemeinschaftsverpflegung zubereitete, die dann in dem anschließenden Speisesaal eingenommen wurde; doch ging man bald zur eigenen Essenszubereitung in kleinen Küchen in den Wohngebäuden über. Der folgende Speisesaal wurde später zu einer Nähstube und war auch ausgeräumt der allgemeine Tanzsaal. Ganz vorne, zur Straße hin, hatte das Ehepaar Spitzbart einen kleinen Laden und eine kleine Gastwirtschaft. Zweifellos war die Nr. 19, die Wirtschaftsbaracke, ein multifunktionales Gebäude.
Die langgestreckte Wirtschaftsbaracke im Hintergrund

Die langgestreckte Wirtschaftsbaracke im Hintergrund

Nr. 2:war im Lager die sogenannte Kulturbaracke. Dort befand sich später das Kino, auf einer Bühne wurde Theater gespielt, es fanden dort Feiern – wie etwa zu Weihnachten – statt und auch Faschingsbälle.
Nr. 11:beherbergte vorne die Lagerleitung (Herr Seidl) und ein Arztzimmer.
Nr. 14:Das Wohnhaus des Lagerleiters
Nr. 13:das Gebäude an der Straße, hier befand sich links die Schreinerei Hamperl, rechts eine Kraftwageneinstellhalle.
Nr. 18:eine auffallend kleine Baracke, anfangs das Kino mit einem Herrn Dietrich aus Dietenhofen – später wenig genutzt. Wenig bis ungenutzt waren außerdem Nr. 20 und Nr. 4.
Nr. 22: war der Brunnenschacht für das Trinkwasser – heute noch vorhanden
Nr. 21: der erhöhte Sammelbehälter für das Trinkwasser
Nr. 24: das Trafohäuschen
Nun gehen wir über die heutige Asphaltstraße:
Nr. 25: Hier müssen im Krieg Nachrichtenhelferinnen oder Funkerinnen ausgebildet worden sein, die Nutzung für die kurze Zeit danach bis zu ihrem Abriss ist nicht bekannt.
Nr. 26: die Lagerkirche
Nr. 23: eine Lagerschule (Lernen muss nun halt einmal sein!)

Für ein sinnvolles und zugleich geordnetes Lagerleben einer solch großen Lagergemeinschaft ist eine zentrale Aufgabe, die Menschen zu beschäftigen, sie dafür zu entlohnen, damit sie ihre eigenen Vorstellungen und Ansprüche wahrnehmen können. Dies hat man auch zum Glück sehr bald erkannt. Schon im Frühjahr 1950 konnte eine Filiale der Volkshochschule Fürth mit mehreren Berufsfortbildungslehrgängen mit Erfolg durchgeführt werden. Die nächste Maßnahme stellte ein Glückstreffer für das Lager dar. Die Wäschefabrik Gustav Schickedanz aus Fürth überließ zunächst fünf elektrische Nähmaschinen kostenlos und leihweise dem Lager, welche in einem ungenutzten Raum der Wirtschaftsbaracke aufgestellt wurden. Bald darauf wurde ihre Zahl auf 14 und Anfang November 1950 auf 29 Nähmaschinen erhöht. Es wurden ausschließlich Damengürtel aus Stoff hergestellt.

Das Dokument – wegen seiner Bedeutung möchte ich es so bezeichnen – finde ich geradezu einzigartig:

Dankschreiben

Dankschreiben

Es ist ein Dankschreiben des Lagerleiters Seidl an das Kreisflüchtlingsamt in Fürth, und sicher dankte man noch ungleich herzlicher der Familie Schickedanz persönlich. Ich möchte dieses Schreiben hier nicht kommentieren, da der Leser selbst verspürt, welche bedeutsame „Mitteilungen“ darin gemacht werden. (Ich selbst, ein Nichtbeteiligter, verspüre noch jetzt die Neigung, der Familie Schickedanz für diese Wohltat in dieser Zeit zu danken.) Ein Segen, dass dieses Schreiben im Staatsarchiv noch anzutreffen war.

Zwei weitere Bilder sind weniger spektakulär. Sie zeigen einen Blick auf die Lagerstraße und das Bemühen der Menschen, aus einer Notlage das Beste zu machen, nämlich man hielt Gänse, sicher auch anderes Geflügel und Holz. Anderes verwahrte man in solchen Schuppen hinter den Wohnbaracken.

Die Lagerstraße

Die Lagerstraße

Vorsorge war einfach alles

Der nächste Winter kommt bestimmt – Vorsorge war einfach alles

Gleich vier Bilder lassen sicher Ihr Herz höher schlagen, vor allem wenn man sich selbst, Verwandte oder gute Bekannte darauf erkennt. Brauchtum, das man aus der alten Heimat mitbrachte und hier wieder aufleben ließ, wird dargestellt, hier der Maitanz mit einer Maikönigin (Viel Freude beim Aufsuchen und Wiedererkennen!)

Ein Volkstanz wird eingeübt

Ein Volkstanz wird eingeübt

Frau Weber mit ihrer Tanzgruppe

Frau Weber mit ihrer Tanzgruppe

Brauchtumspflege wie in der alten Heimat

Brauchtumspflege wie in der alten Heimat

Kein Schäfflertanz, sondern der Maikönigin gilt die Ehre

Kein Schäfflertanz, sondern der Maikönigin gilt die Ehre

Während die Mädchen beim Volkstanz große Freude hatten, suchten sich Buben und Männer sich eher im sportlichen Wettkampf zu messen und so bot ein Bolzplatz dazu reichlich Gelegenheit.

Das gleiche Ritual wie auch heute noch

Das gleiche Ritual wie auch heute noch

Bedenkt man, welch lückenhaften Schulbesuch nicht wenige Lagerkinder in den Jahren vor und während der Vertreibung erleben mussten, so war es geradezu eine Notwendigkeit, alles für einen geregelten Schulbetrieb zu unternehmen. Ob dies bei den Lagerkindern mit großer Begeisterung auch so verstanden und aufgefasst wurde, daran kann man, so glaube ich, doch leichte Zweifel haben, gut tat es ihnen in jedem Falle. So wurde die lange Baracke rechts der Straße (die Nummer 23), die einst bei der Luftwaffe der Flugleitung diente, zu einem „Schulgebäude“ umgebaut. Um den damaligen Schülern wieder eine Vorstellung von ihrem einstigen Schulhaus zu ermöglichen, habe ich einen Raumplan ihrer Schule beigefügt, wiederum in der Absicht, Vergangenes, vielleicht auch schon Vergessenes, wieder lebendig werden zu lassen, sei es mit guten oder auch weniger guten Begleitgefühlen.

Raumplan

Raumplan

Mehr jedoch als ein nüchterner Schulhausplan geben Bilder mit Personen wieder, – hier Schüler mit ihren Lehrern. Erneut setzen sicher wieder das Aufsuchen und das Erkennen von Mitschülern längst vergangener Zeiten ein. Die Freude bei dieser Tätigkeit ist sicher nicht zu bremsen.

Die ersten Kinder in der Lagerschule: 1950/51 als 1. - 3. Klasse mit Lehrer Rößner

Die ersten Kinder in der Lagerschule: 1950/51 als 1.–3. Klasse mit Lehrer Rößner

Lehrer Freund betreut die Schüler der 6.–8. Klasse

Lehrer Freund betreut die Schüler der 6.–8. Klasse

Kinder der 4. und 5. Klasse im Schuljahr 1953/54 mit Lehrer Langhammer

Kinder der 4. und 5. Klasse im Schuljahr 1953/54 mit Lehrer Langhammer

Schulkinder mit Lehrer List vor der Lagerk

Schulkinder mit Lehrer List vor der Lagerk...

Die vier Bilder zeigen zum einen vier Lehrer aus der Lagerschule, davon zwei Bilder in den jeweiligen Klassenräumen, eines vor der Schule und eines zusätzlich zum Pausehof auch noch die Schulumgebung. Doch diese Schulumgebung verweist schon jetzt mit einem bestimmten Gebäude auf den letzten, jedoch überaus bedeutenden Aspekt meiner Ausführungen.

Es ist bekannt, dass Menschen aus Böhmen und Mähren, das waren ja die Sudetendeutschen, einst dem Habsburger Kaiserreich angehörten, und hier die katholische Religion und der Glaube stets von großer Bedeutung waren. Diese feste religiöse Verwurzelung brachten sie auch mit in das Lager. Doch wie sollte man gemeinsam den Glauben leben, wenn ein zentraler Ort dafür, ich meine eine Kirche, für katholische Gottesdienste so nicht vorhanden war? War wirklich kein Gotteshaus vorhanden? Und so muss ich kurz auf die heimatlosen Ausländer zurückkommen. Es ist vor allem eine Gruppe von Ukrainern, die als DPs in Obernzenn lebten. Vom Glauben her waren sie griechisch-katholisch, also orthodox. Diesen Menschen schenkte die UNRRA in Obernzenn "Material für eine Kirchenbaracke". Doch während des Kirchenbaus wurden diese Ukrainer dem Lager Raitersaich zugewiesen, sodass der Kirchenbau in Obernzenn stockte, also nicht weiterging. In Raitersaich angekommen, haben sie sogleich mit ihrem Seelsorger, Herrn Fedasuck, einen neuen Kirchenbau begonnen, mit Teilen von Obernzenn und von ihnen in Raitersaich hergestellten Türen, Fenstern, einem Türmchen, und Vieles andere mehr. Ihr griechisch-katholisches Gotteshaus wurde am 30. März 1948, also vor der Ankunft der Heimatvertriebenen, geweiht. Es war eine Kirche, deren Innenraum ganz dem orthodoxen Glauben entsprach mit einer Ikonostasenwand, bestehend aus großen Bildtafeln (= Ikonen) als Trennwand zwischen dem Altarraum und dem sonstigen Kirchenraum.

Der Innenraum der griechisch-katholischen Kirche

Der Innenraum der griechisch-katholischen Kirche im Mai 1949

Von langer Dauer war das kirchliche Leben der Ukrainer im Lager jedoch nicht. Wie Sie ja wissen, verließen alle Heimatlosen, also auch die Ukrainer, 1948/49 das Lager und mehrheitlich katholische Heimatvertriebene folgten nach und trafen auf diese Kirche. Es gibt ein Dankschreiben, das ich in Auszügen hier vorstelle und das deutlich macht, mit welchem Großmut die orthodoxe Bruderkirche den katholischen Christen im Lager, vertreten durch Herrn Pfarrer Zankl, die Kirche schenkte, ein Beispiel, das höchste Anerkennung verdient.

Dankschreiben

Dankschreiben

Nun konnten die neuen Bewohner dank einer Kirche auch wieder zu einer echten Glaubensgemeinschaft zusammenwachsen. Natürlich musste dieses neue Kirchlein noch die eine oder andere Veränderung erfahren, so wurde die Ikonostasenwand entnommen und der Kirchenraum mit Kirchenbänken versehen - doch mehr als Worte zeigen diese zwei Bilder.

Lagerkirche von außen

Lagerkirche von außen

Lagerkirche von außen

Lagerkirche von innen

Unter diesen Voraussetzungen zog jetzt nicht nur in der Kirche, sondern auch im Lager dem Jahresablauf sowie seinen Festen und Feiern angepasst, christliches Leben ein. Zwei Bilder sollen dies wiederum verdeutlichen.

Die Fronleichnamsprozession im Lager im Jahre 1952

Die Fronleichnamsprozession im Lager im Jahre 1952

Pfarrer Zankl mit seinen Kommunionkindern

Pfarrer Zankl mit seinen Kommunionkindern

1955 bekam dank dem unermüdlich tätigen Pfarrer Zankl diese Kirche einen kleinen Anbau im Westen, ein Glockenturm ergänzte das Lagerkirchlein, so dass dieses Gotteshaus jetzt eine in jeder Hinsicht vollwertige Kirche war.

Die Lagerkirche

Die Lagerkirche mit Sakristei (Anbau rechts), einem Türmchen (in der Mitte) und dem neu erbauten Glockenturm (Anbau links)

Die Luftwaffensoldaten kamen, sie mussten wieder gehen. Amerikaner nahmen alles in Besitz, DPs lösten sie ab. Nun folgte im Lager ein längerer Aufenthalt mit den Heimatvertriebenen. Doch auch für sie war das Lager keine Bleibe für immer. Sie folgten besseren Arbeitsmöglichkeiten und zogen daher weg. Sie bauten in der Nähe, im Großraum Nürnberg und anderswo ein Haus und damit eine neue Heimstatt, so blieb für sie das Lagerleben ein Zwischenspiel, ein Provisorium, das seine Bewohner sukzessive entließ. Daher verwundert es nicht, dass 1957 keine Menschen mehr im Lager wohnten und der Abbau der Wohngebäude rasch einsetzte, doch mit zwei Ausnahmen. Bis zur Kirchenweihe von „Maria Königin“ in Clarsbach im Dezember 1959 blieb die Lagerkirche weiterhin als Ort für die Gottesdienste erhalten, auch die Lagerschule blieb für die Kinder aus Clarsbach und Raitersaich bis zum Neubauer Schule in Raitersaich 1960 weiterhin ein Ort für Unterricht und Erziehung.

Das Lager hat in nur 21 Jahren Vieles erlebt. Damit dieses Erlebte erhalten bleibt, und so komme ich zum Schluss auf mich zurück, war ich stets sehr daran interessiert, mich dieser Sache ernsthaft anzunehmen und sie zu Ende zu bringen – wie geschehen.

Literatur

Konrad Hacker: Bürglein im 20. Jahrhundert. Nürnberg 1996.
Barbara Ohm u. a.: Fliegen, nur fliegen. Roth 1995.
Alois Rawitzer (Hrsg.): Chronik der Heimatvertriebenen Sudeten-, Ost- und Südostdeutschen, die heute in Roßtal und in der näheren Umgebung von Roßtal leben. Emskirchen 1988.
Deutsches Museum München (Hrsg.): Flugwerft Schleißheim-Museum für Luft- und Raumfahrt.
Katholisches Pfarramt Rosstal: Chronik.

Quelle:
Chronologie vom Beginn eines Flugplatzes und eines Lagers ….
Hrsg: Katholische Pfarrkirche Christkönig in Roßtal, o. J.