Beschlüsse der Organe

Marktgemeinderat 17.06.2002

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3. Neubau der Eisenbahnbrücke über die Sichersdorfer Straße; hier: Kostenbeteiligung des Marktes Roßtal

Der Vorsitzende gibt die Beschlussvorlage der Verwaltung vom 17.06.2002 bekannt und erläutert die Kostenzusammenstellung des Ing.-Büros Helmreich und Partner. In der nächsten Woche findet ein Gespräch mit dem Straßenbauamt Nürnberg statt und er wird die Meinung des Marktgemeinderates vehement vertreten. Er bittet um entsprechende Beschlussfassung und die Zustimmung, dass bei grundlegenden Änderungen bzw. Zahlen eine Sondersitzung einberufen werden kann.

MR Völkl informiert, dass die SPD-Fraktion die Örtlichkeit nochmals besichtigt und die Anwohner zur Erneuerung der Eisenbahnbrücke gehört habe. Er gibt zu bedenken, dass bei den vorliegenden (geschätzten) Kosten keinerlei Grunderwerb, Entwässerung usw. enthalten ist. Er ist der Meinung, dass der Vorschlag des früheren Bauausschusses (Höhe 3,50 m und 4,50 m Breite) beibehalten werden sollte.

MR Ammon stellt fest, dass die CSU-Fraktion eine andere Meinung vertritt und begrüßt den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Es sollte eine Lösung geschaffen werden, die für das nächste Jahrhundert ausreichend ist und das Wohngebiet in der Art anbindet, um Lkw problemlos passieren zu lassen.

MRin Kleindl stellt die Frage, welche Planungen künftig auf den Markt zukommen und schlägt vor, evtl. in einer Klausurtagung des gesamten Marktgemeinderates ein Zukunftskonzept zu erarbeiten.

MRin Fischer ist mit der psychologischen Richtung nicht einverstanden. Das angesprochene Wohngebiet ist nur geplant und es ist nicht sicher, ob es überhaupt verwirklicht wird. Die Bevölkerungszahlen des Marktes sind nicht so, dass es derzeit gebraucht wird. Eine Verbesserung für die Fußgänger ist jedoch notwendig und auch sinnvoll.

Der Vorsitzende verweist auf das bereits bestehende riesige Wohngebiet, das eine gesicherte Erschließung benötigt. Der Wunsch nach der Erhöhung der Brücke kam zudem aus der Bevölkerung, nicht von der Verwaltung.

Für MR Völkl ist die Zufahrt zur den Sieben Quellen bereits jetzt gewährleistet. Die Kostenschätzungen für solche Maßnahmen weichen üblicherweise zwischen 30 % und 40 % von den tatsächlichen Kosten ab.

MR Goroll stellt fest, dass auch bisher alle Lkw in das Wohngebiet gekommen sind und man sollte die Qualität der Brücke nicht an Länge, Höhe und Breite bemessen. Er regt an, die Brücke mit 3,50 m Höhe, Gehweg 1,50 m und die bisherige Fahrbahnbreite zu verwirklichen.

Für MR Bauer ist eine Kostendimension erreicht, die noch nicht abgeklärt ist und er schlägt vor, eine höhere Kostensicherheit anzunehmen und einem kleineren Neubau der Eisenbahnbrücke zuzustimmen.

Beschluss (anwesend: 20, für Beschluss: 14, gegen Beschluss: 6)

  1. Der Marktgemeinderat stimmt grundsätzlich einer Verbesserung bei der Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Sichersdorfer Straße zu.
  2. Die Erneuerung der Eisenbahnbrücke über die Sichersdorfer Straße soll verkehrstechnisch wie folgt verbessert werden:
    Gehsteig (2 m), Fahrstreifen von 4,75 m (für langsamen Begegnungsverkehr Pkw-Lkw) und Sicherheitsstreifen von 5,5 m zugestimmt.
  3. Der Marktgemeinderat beschließt, die für die Kostenbeteiligung des Marktes Roßtal zum Neubau der Eisenbahnbrücke über die Sichersdorfer Straße notwendigen Mittel im Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2003 zu veranschlagen. Der Markt Roßtal erwartet staatliche Zuwendungen, sofern das Bauwerk hinsichtlich Höhe und Breite den vom Freistaat Bayern vorgegebenen Mindestnormen entspricht.
  4. Die Verwaltung wird beauftragt, die nötigen Anträge usw. zu stellen und die erforderlichen Erklärungen abzugeben.

Quelle: Sitzungsbuch des Marktes Roßtal - Marktgemeinderat - Wahlperiode 2002 - 2008
Seite: 25 Sitzungstag 17.06.2002

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