Erläuterung der Straßennamen

Sieben Quellen

Das Wasser für den Sitz des Hunno lieferte die unweit gelegene schluchtenreiche Quellbucht, die sich am nördlichen Ausgang des Galgengrabens befindet. Mehr als ein Dutzend lustig sprudelnder Quellen entspringen in einem großen, mehrfach gegliederten Rund und vereinigen sich zu einem kleinen Bach, der in nördlicher Richtung zum nahen Mühlbach hinstrebt. Unmittelbar vor der Einmündung in den Mühlbach war in alten Zeiten die Roßtaler Mühle errichtet worden, die erst in dieser Generation ihren Betrieb eingestellt hat. Seit dem Eisenbahnbau vor 100 Jahren ist das Sieben-Quellen-Gebiet durch einen 15 m hohen Damm abgeschlossen, wodurch das ursprüngliche Landschaftsbild erheblich verändert wurde. Der romantische Reiz des Roßtaler Naturdenkmals hat jedoch nicht darunter gelitten. Durch die ungewollte Isolierung wird die reizvolle Wirkung der Wasserspiele eher verstärkt.

Die Zahl »sieben« in der volkstümlichen Bezeichnung der Quellenbucht gibt nicht die genaue Zahl der Quellen und Rinnsale an, von denen mehr als doppelt soviel vorhanden sind.

Diese Zahl ist hier im mythologischen Sinn zu verstehen. Als heilige Zahl hebt sie das Quellenrund besonders hervor.