Adolf Rohn: Heimatbuch von Roßtal und Umgebung

Ein alter Zeuge der Vergangenheit

Turm des Roßtaler Kastells

Turm des Roßtaler Kastells
Holzschnitt von Dr. W. Funk - Nürnberg nach einer Photographie
von Heinrich Haas - Roßtal

An der nordöstlichen Ecke des Schloßhofes stand in früher Zeit ein Festungsturm, der 1692 als Gefängnisturm bezeichnet wird. Als Herr Kaufmann Peipp 1911 die Hinterseite seines in den Schloßberg eingebauten Hauses freilegen ließ, fand man den unteren Teil des Turmes vor, der vermutlich ein Ueberrest des alten Kastells ist.

Das Turmfragment hat eine äußere Höhe von 4,1 Metern, über der Erde einen Durchmesser von 4,4 Metern, in derselben einen solchen von 4,8 Metern. Der Innenraum zeigt eine lichte Weite von 3 Metern und eine Höhe von 4,4 Metern. Nach oben schließt der Raum mit einem Gewölbe ab, das von einer mit einer Steinplatte überlegten Oeffnung von cka 80x60 Zentimetern Größe durchbrochen ist 123. Der Turmstumpf ist gut erhalten und dient, nachdem er einen seitlichen Eingang erhalten hat, dem genannten Eigentümer als Keller.