Klostergarten im Museumshof

Eberraute – Abrotanum

Im Altertum wurde sie als Gallen- und Leberheilmittel, aber auch bei Atemnot eingesetzt. Sie lindert Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Eine medizinische Wirkung sagt man ihr bei Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen nach. Deshalb ist sie heute oftmals noch ein Bestandteil mancher Bittertonika. Ebenso nahe liegt es, die Sträucher der hoch wachsenden Eberraute zu bewundern, die üppigen Zweige, die sich zart gefiedert entfalten und feinem Haar gleichen. Dieses duftende Laub, geerntet mitsamt den biegsamen Zweigen, kann man ärztlichen Mitteln mit gutem Erfolg beimischen. Denn es bekämpft das Fieber, vertreibt Seitenstechen und hilft den Gliedern, die ein plötzlicher Anfall der tückischen Gicht quält. Zudem besitzt die Eberraute ebenso viel Kräfte wie haarfeine Blätter.
Walahfrid Strabo, 6 Eberraute