Klostergarten im Museumshof

Katzenminze – Nepeta

Wie allen Minzen werden ihr antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. So auch eine Linderung bei Erkältung und Grippe und bei einer Magenverstimmung. Früher verwendete man die frischen Blätter zum Würzen von Fleisch. Katzen machen sich entzückt darüber her, sie stürzen sich hinein und reiben sich lange an ihr. Unter den Pflanzen, die unser Gärtchen ständig in frischem Nachwuchs hervorbringt, wächst das Reis der Katzenminze nicht minder fleißig heran; ihre Blätter gleichen der Brennnessel, und hoch an der Spitze verbreitet die Blüte weithin höchst angenehmen Duft. Seit alters dient die Pflanze zur Behandlung verschiedener Krankheiten und wird nicht als letztes von allen Krautern verordnet. Vermischt man nämlich ihren Saft mit Rosenöl, ergibt er eine Salbe, die, wie es heißt, Fleischwunden ebenso schließen kann, wie sie die entstellenden Male frischer Narben tilgt. So gibt sie der Haut die frühere Glätte wieder und erneuert den Haarwuchs, den etwa die schwärende Wunde von frischem Schlag durch Eiter und Fäulnis zerstörte.
Walahfrid Strabo, 24 Katzenminze