Klostergarten im Museumshof

Liebstöckel – Lybisticum

In der Naturheilkunde wird er als wassertreibendes Mittel bei Erkrankungen der Harnwege und der Blase eingesetzt. Die getrockneten Liebstöckelfrüchte werden volkstümlich bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen sowie im Haushalt als Gewürz verwendet. Feingehackte Blätter können zum Würzen von Suppen, Salaten und Eintopfgerichten verwendet werden. Der Geschmack erinnert an den von Sellerie, ist aber schärfer und bitterer. Oft unter dem Namen „Maggikraut“ bekannt. Dich, Liebstöckel, kräftiges Kraut, unter den duftenden Büschen zu nennen, rät mir die alles umfassende Liebe zum kleinen Garten. Diese Pflanze soll zwar durch Saft und Geruch dem Zwillingspaar der Augen schaden und Blindheit bewirken, doch mischt man ihre kleinen Samenkörner oft anderen gesammelten Heilkräutern bei, so dass sie Ruhm durch fremdes Verdienst gewinnen.
Walahfrid Strabo, 13 Liebstöckel