Klostergarten im Museumshof

Minze – Menta

Pfefferminze wirkt krampflösend und keimhemmend sowie appetitanregend und dadurch verdauungsfördernd. Sie wird vorwiegend eingesetzt bei Magen- und Darmbeschwerden, gegen Übelkeit und Brechreiz und löst dabei Krämpfe und Blähungen. Pfefferminzöl nimmt man gerne bei Katarrhen der oberen Luftwege in Form von Inhalationen. Beschwerden bei Sodbrennen mit starkem Säurerückfluss (Refluxösophagitis) in die Speiseröhre können durch Pfefferminze verstärkt werden!
Babys und Kleinkindern bis zu einem Alter von 4 Jahren darf keine Pfefferminzzubereitung gegeben werden.
Auch darf mir nie ein Vorrat an gewöhnlicher Minze fehlen, die viele verschiedene Arten und Sorten und Farben und Kräfte aufweist. Eine nützliche Art dieser Minze vermag, wie man meint, der rauen Stimme wieder klaren Ton zurückzugeben, wenn einer, den häufige Heiserkeit quält und belästigt, auf nüchternen Magen ihren Saft trinkt. Auch gibt es eine andere, sehr mastige Art dieser Pflanze, die nicht mehr wie ein kleines Gewächs nur geringen Schatten verbreitet, sondern nach Art des Attichs mit kräftigem Stängel nach oben strebt und die mächtigen Schwingen der Blätter nach allen Seiten ausbreitet; diese duften aber anders, und der Aufguss schmeckt ein wenig herber. Wer aber Kräfte, Arten und Namen der Minze vollständig aufzählen kann, weiß auch bestimmt, wie viel Fische im Roten Meer sich tummeln oder wie viele Funken der Lemnische Schmiedegott aus den riesigen Essen des Aetna in die Luft wirbeln sieht.
Walahfrid Strabo, 18 Minze