Klostergarten im Museumshof

Der Klostergarten wurde nach einem Gedicht aus dem 9. Jahrhundert angelegt. Verfasst hat es Walahfrid Strabo, der zwischen 838 und 849 Abt der Reichenau war. In diesem Garten sind das damalige Wissen über Pflanzen und die Vorstellungswelt des frühen Mittelalters vereinigt.

Plan des Hortulus von Walahfrid Strabo mit der von ihm vorgegebenen Bepflanzung.

Die Ambrosia ist heute nicht mehr eindeutig bestimmbar. Da es sich hierbei sowohl um die Schafgarbe als auch um den Rainfarn handeln könnte, wurde das betreffende Beet in Roßtal mit beiden Pflanzen besetzt. Die beiden Hauptwege des Gartens (rot) bilden ein lateinisches Kreuz. An dessen oberem Ende plazierte Walahfrid Lilien und Rosen.

Text und graphische Gestaltung: Th. Liebert



Andorn Frauenminze
Wermut Muskatellersalbei
Honigmelone Betonie
FlaschenkürbisOdermennig
Minze Ambrosia
Eberraute Katzenminze
Schlafmohn Rettich
Lilie Rose
Poleiminze Fenchel
SchwertlilieLiebstöckel
Weinraute Sellerie
Echter Salbei Kerbel



In der Presse:
Zeitlose Rezepte aus dem Klostergarten
Kräutergärtner in mittelalterlicher Tradition