Sonderausstellung »Eisenbahn in Roßtal«

Zerstörung der Brücken

17. SS-Panzer-Grenadier-Division »Götz von Berlichingen«

Im Verlauf des 15. April traf der größte Teil des 1. und 2. Bataillons des Regiments 38 in Nürnberg ein. Da Gräfenberg bereits in amerikanischer Hand war, bezog das 1. Bataillon nordöstlich von Erlenstegen im Bereich der Autobahn nach Erlangen, das 2. Bataillon in Heroldsberg und Kalchreuth Stellung; letzteres verfügte über einen Infanteriegeschützzug. Das 3. Bataillon war erst später im Raum Fürth eingetroffen und wurde der 352. Volksgrenadierdivision unterstellt. Es kämpfte im Raum Roßtal und Cadolzburg. Ein Teil des Bataillons muß aber in den Einschließungsring gelangt sein, denn einer der Toten des Regiments 38 ist der Adjutant des 3. Bataillons, der Untersturmführer Hans Zapatka, der am 18. April in der Bärenschanzstraße ums Leben kam.

Quelle: Karl Kunze: Kriegsende in Franken und der Kampf um Nürnberg im April 1945, Nürnberg 1995, ISBN 3-87191-207-7, S. 111

Das SS-Panzergrenadier-Regiment 38, das inzwischen wieder aus drei Bataillonen bestand, wurde bei der Verteidigung nicht geschlossen eingesetzt. Das I. Bataillon marschierte am weitesten nach Norden in den Sebalder Forst zwischen Erlangen und Nürnberg. Das II. Bataillon sollte den Ostrand der Stadt in der Linie Tiergarten–Reichsparteitagsgelände sichern. Das III. Bataillon war zunächst der, in den vorangegangenen Rückzugskämpfen mehrfach zerschlagenen, 352. VGD unterstellt und kämpfte westlich Nürnberg im Raum Cadolzburg.

Während die ersten beiden Bataillone des SS-Panzergrenadier-Regiments 38 in der nach kurzer Zeit eingeschlossenen Stadt kämpften, zog sich das III. Bataillon aus Cadolzburg in südöstliche Richtung zurück, um über Abenberg Anschluß an die deutsche HKL zu finden.

Quelle: Rolf Michaelis: Die Panzer-Divisionen der Waffen-SS, Berlin 1998, ISBN 3-930849-19-4, S. 167 f.

weitere Informationen:

aus dem Kriegstagebuch der 17. SS-Panzer-Grenadier-Division:

Quelle:
M. Wind/H. Günther (Hrsg.): Kriegstagebuch
30. Oktober 1943 bis 6. Mai 1945, 17. SS-Panzer-Grenadier-Division „Götz von Berlichingen“,
München 1993, ISBN 3-88014-106-1