Sonderausstellung »Eisenbahn in Roßtal«

Der geplante Rangierbahnhof Roßtal-Heilsbronn

II. Argumente gegen den Rangierbahnhof im Raum Roßtal-Heilsbronn

Unsere Argumente in Stichworten

  1. Ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet im Großraum Nürnberg-Fürth mit großen, zusammenhängenden Waldgebieten würde zerstört. Der Grüngürtel um die Städteachse Nürnberg-Fürth wäre nicht realisierbar.
  2. Die auftretende Lärmbelästigung für ca. 25 000 bis 30 000 Menschen stünde im Gegensatz zum neuen Bundesimmissionsschutzgesetz.
  3. Die hohe Produktionskraft von ca. 400 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche, zu 95 % flurbereinigt und mit 90 % landwirtschaftlicher Vorrangfläche, laut Agrarleitplan weit über dem Durchschnitt Mittelfrankens liegend, würde zerstört. Durch Unterschrift haben alle betroffenen Landwirte und 96 % der sonstigen Grundbesitzer bestätigt, daß sie kein Land für das geplante Rangierbahnhofprojekt verkaufen.
  4. Eine Vielzahl landwirtschaftlicher EG-konformer Vollerwerbsbetriebe würde durch den Verlust der landwirtschaftlichen Nutzfläche und der Waldflächen ihrer Existenzgrundlage beraubt.
  5. Ein großes Waldgebiet, das für die Grundwassererneuerung des Wasserschutzgebietes der Buchschwabach-Gruppe und somit dessen Existenz notwendig ist, würde zerstört.
  6. Durch den Verlauf der entstehenden Windgasse (SW nach NO) wären klimatologische Änderungen und Folgeschäden am restlichen Wald zu erwarten.
  7. Die Kapazitäten der Kläranlagen und des Vorfluters sind bereits jetzt erschöpft. Eine weitere Belastung ist nicht möglich.
  8. Durch das Zusammentreffen verschiedener Großprojekte wie Autobahn-Westumgehung Nürnberg, Umspannwerk Raitersaich mit Hochspannungsleitungen und den Rangierbahnhofbau würde eine gefährliche Häufung an Verlusten von Wald und landwirtschaftlichen Nutzflächen auftreten. Der natürliche Lebensraum Tausender von Menschen wäre zerstört.